Deutschlands Außenhandelsbilanz schloss 2013 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts

Deutschlands Außenhandelsbilanz schloss 2013 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts mit einem Überschuss von 198,9 Milliarden Euro. - Bild: Daimler

Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss in der Handelsbilanz erzielt – aber nur weil die Einfuhren stärker zurückgingen als die Ausfuhren.

Die Außenhandelsbilanz schloss 2013 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts mit einem Überschuss von 198,9 Milliarden Euro. Das war der höchste Wert seit der Erhebung der Außenhandelsstatistik. 2012 hatte der positive Saldo 189,8 Milliarden Euro betragen. Der bisherige Rekordüberschuss war 2007 mit 195,3 Milliarden Euro angefallen.

Die Ausfuhren beliefen sich 2013 auf 1.093,9 Milliarden Euro und waren damit um 0,2 Prozent niedriger als 2012. Die Einfuhren sanken um 1,2 Prozent auf 895,0 Milliarden Euro. Die deutsche Leistungsbilanz wies 2013 einen Überschuss von 201,0 Milliarden Euro auf, nach 187,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der neuerliche Anstieg könnte die Kritik an den hohen Leistungsbilanzüberschüssen Deutschlands wieder beleben.

Im Dezember lagen die deutschen Ausfuhren höher als im Vorjahresmonat, sanken jedoch im Vergleich zum Vormonat. Der Außenhandelsüberschuss fiel in saisonbereinigter Rechnung mit 18,5 Milliarden Euro höher aus als erwartet. Volkswirte hatten im Mittel einen Aktivsaldo von 16,0 Milliarden Euro prognostiziert. Die Exporte sanken kalender- und saisonbereinigt gegenüber November um 0,9 Prozent, die Importe gingen um 0,6 Prozent zurück.

Unbereinigt lagen die Ausfuhren mit einem Wert von 82,2 Milliarden Euro um 4,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Einfuhren stiegen um 2,0 Prozent auf 68,0 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss belief sich unbereinigt auf 14,2 Milliarden Euro. Im November hatte er 19,1 Milliarden und im Vorjahresmonat 11,9 Milliarden Euro betragen.

Die Leistungsbilanz schloss im Dezember – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – mit einem Überschuss von 23,5 Milliarden Euro. Ökonomen hatten einen Aktivsaldo von lediglich 21,8 Milliarden Euro erwartet. Im November hatte die Leistungsbilanz einen Überschuss von revidiert 23,3 Milliarden und im Vorjahresmonat ein Plus von 20,4 Milliarden Euro verzeichnet.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke