Hillary Clinton

Ex-Außenministerin Hillary Clinton wäre der Wunsch-Kandidat der deutschen Industrie für das US-Präsidentenamt. Das ergab eine Umfrage von Produktion. - Bild: Department of State

Bei den US-Vorwahlen am heutigen "Super Tuesday" dürfte der Milliardär Donald Trump der große Gewinner werden. Das würde ihm seinem Ziel, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, einen großen Schritt näher bringen. Alles andere wäre eine Überraschung: Denn die Umfragen sagen voraus, dass er in den meisten der Bundesstaaten, in denen er als Kandidat zur Wahl steht, siegen wird.

Bei den Demokraten hat laut den Umfragen inzwischen die frühere Außenministerin und einstige First Lady Hillary Clinton die besten Karten Präsidentschaftskandidatin zu werden. Das Duell um die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama könnte am 8. November also tatsächlich Clinton gegen Trump heißen.

Ginge es nach dem Willen der deutschen Industrie, dann würde Clinton dieses Duell gewinnen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Umfrage von Produktion unter 108 Lesern zum Thema US-Wahlkampf.

57 %  der Befragten würden sich die Demokratin als Siegerin der Wahl zum 45. US-Präsidenten wünschen.

 

Erfahrene, weltoffene Politikerin

"Clinton ist eine erfahrene, weltoffene Politikerin mit diplomatischen Fähigkeiten. Damit die USA ein verlässlicher Bündnispartner – wirtschaftlich und politisch – bleiben, kommt nur diese Politikerin als nächster US-Präsident infrage", schreibt einer der Befragten zur Begründung.

Ganz ähnlich argumentiert auch ein anderer Leser: "Frau Clinton ist international erfahren und sich der internationalen Abhängigkeiten am besten bewusst. Das schlimmste, was uns und der Weltwirtschaft passieren könnte, ist ein Präsident, der Amerika abschottet."

 

  • Donald Trump

    Republikaner: Donald Trump (69): Immobilien-Mogul und Fernsehstar, wettert vornehmlich gegen Einwanderer und die Gesundheitsreform von Barack Obama. - Bild: Gage Skidmore

  • Hillary Clinton

    Demokraten: Hillary Clinton, 67, frühere US-Außenministerin und ehemalige First Lady, will sich für die breite amerikanische Mittelschicht einsetzen und hat Themen wie höhere Mindestlöhne, Elternschutz, frühkindliche Erziehung und Kinderbetreuung im Programm. - Bild: Department of State

  • Ted Cruz

    Republikaner: Ted Cruz, 44, Senator für Texas gilt als einer der konservativsten Kandidaten im Feld und ist wohl das deutlichste Gegenmodell zu Obama. - Bild: Department of State

  • Bernie Sanders

    Demokraten: Bernie Sanders, 73, Senator für Vermont, bezeichnet sich selbst als "demokratischen Sozialiste" und steht für die Bekämpfung von Einkommensungleichheit sowie mehr Einmischung des Staates. - Bild: States Congress

  • Marco Rubio

    Republikaner: Marco Rubio, 43, Senator für Florida, repräsentiert die wachsende hispanische Wählerschaft im Land und steht für ein entspannteres Verhältnis zu Kuba. - Bild: Official Portait, 112th Congress

  • John Kasich

    Republikaner: John Kasich, 63, Gouverneur von Ohio, steht er für den republikanischen Mainstream. Er leht im Gegensatz zu nahezu allen anderen republikanischen Kandidaten die Gesundheitsreform von Präsident Obama nicht pauschal ab. - Bild: Michael Vadon

  • Ben Carson

    Republikaner: Ben Carson, 63, Mediziner im Ruhestand, hat sich vor allem als Gegner der Gesundheitsreform von Präsident Obama positioniert. In sozialen Fragen und in Fragen der Außenpolitik gilt er als extrem konservativ. - Bild: Gage Skidmore

 

 

Trump ist "völlig unberechenbar"

Klarer Verlierer unserer Umfrage ist indes der Milliardär Donald Trump, der real inzwischen gute Chancen hat, der Top-Kandidat der Republikaner zu werden. Mehr als zwei Drittel der Befragten geben an, dass Trump aus Sicht der deutschen Industrie die schlechteste Wahl für das Präsidentenamt der USA wäre.

"Trump dürfte für Protektionismus stehen und ist im Falle weiterer globaler Krisenherde völlig unberechenbar", so ein Befragter.

Ein anderer argumentiert: "Trump verstößt gegen grundlegende Regeln des menschlichen Zusammenlebens. Er wird versuchen, mit allen Tricks und Schachzügen die nicht amerikanischen Firmen auszubremsen. Er ist unzuver­lässig, gefährlich für den Weltfrieden und total selbstüberheblich."

Exporte brauchten Sicherheit und Internationale Zusammenarbeit - "keinen dummdreisten Elefanten im Porzellanladen", kommentiert ein weiterer Befragter.

 

Quelle: Produktion
Quelle: Produktion