Maschinenbau

Ein Rädchen greift ins andere: Der deutsche Maschinenbau befindet sich laut VDMA auf einem guten Kurs. - Bild: Pixabay

"Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 Prozent erreicht", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhinderten eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern. "Daher wird das Wachstum 2018 keine stärkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben", sagte Wiechers.

Im größten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen für 2018 auf Expansion. Die Kapazitäten in der Industrie seien inzwischen so stark ausgelastet wie seit 2008 nicht mehr, hieß es. Es mehrten sich bei den Kunden die Klagen über Kapazitätsengpässe bei Maschinen und Anlagen. "Das sollte den dringend notwendigen Ausrüstungsinvestitionen endlich auf die Sprünge helfen", erläuterte Wiechers.

In den USA, dem größten Exportmarkt des deutschen Maschinenbaus, laufe die Konjunktur in diesem Jahr spürbar besser. Wegen der Unsicherheiten über den politischen Kurs von US-Präsident Donald Trump erwartet der VDMA allerdings keine zusätzliche Verstärkung der Exporte.

China sorgt für Wachstum

Der drittgrößte Einzelmarkt China sorgt ebenfalls bereits im laufenden Jahr für ein hohes Wachstumstempo. Die Maschinenexporte seien im ersten Halbjahr nominal um stattliche 23 Prozent gewachsen.

Dieses Tempo werde sich schon wegen des Basiseffekts nicht halten lassen. Für 2018 rechnet der VDMA mit einem Zuwachs der Ausfuhren in prozentual mittlerer einstelliger Höhe.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt mehr als 3.200 Betriebe des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus.

Mit aktuell gut 1 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland.