Digitalisierung_Platine

Bild: Geralt/Pixabay

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung, die die Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft Pierre Audoin Consultants, kurz PAC – a CXP Group Company, jetzt im Auftrag des Mainzer ERP-Anbieters godesys durchgeführt hat. Demnach besteht in Sachen Geschäftssoftware großer Nachholbedarf.

Denn auch wenn viele Systeme derzeitige Anforderungen noch erfüllen, drohen zahlreiche Unternehmen an künftigen Herausforderungen der Digitalisierung zu scheitern. Egal ob Funktionsumfang oder allgemeine Flexibilität der verwendeten Lösung: Die Studie zeigt, wo aktuell Schwachstellen liegen und in welchen Bereichen in den kommenden Jahren Probleme drohen.

Herausforderungen für die IT

Ein Ergebnis der Erhebung: Viele Mittelständler sehen bevorstehenden Veränderungen, sei es die Nutzung digitaler Vertriebs- und Kommunikationskanäle oder die digitale Vernetzung mit Kunden und Partnern, gelassen entgegen. 60 Prozent erkennen in ihnen keine Bedrohung für ihr Kerngeschäft. Stattdessen stimmen die meisten zu, dass langfristiger Erfolg nur durch die Integration verschiedener IT-Systeme und Datenquellen zu gewährleisten sei.

Große Herausforderungen sehen die Umfrageteilnehmer in der digitalen Vernetzung mit Partnern und Kunden: Über 60 Prozent sehen hier Nachholbedarf. Um den Anforderungen einer stetig wachsenden Funktionalität zu begegnen, sprechen sich die Experten von PAC für offene Systemarchitekturen aus. Hierdurch ließe sich Geschäftssoftware effizienter an neue Anforderungen anpassen, die Einbindung an neue Technologien falle leichter.

 

Businesssoftware: Bei Mobilität großer Nachholbedarf

Doch wie ist es um derzeitige Lösungen bestellt? Nur 22 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, dass die von ihnen genutzten Systeme auch in den kommenden Jahren ausreichen werden. Wollen Firmen fortan möglichst zukunftssicher agieren, geht es um die Unterstützung mobiler Geräte, Datenanalysen und die potenzielle Integration weiterer Systeme, glauben die Analysten von PAC.

Die Umfrage zeigt jedoch, dass nur knapp die Hälfte bereits über gute Mobility-Optionen verfügt. In den anderen Bereichen wie Datenanalyse oder Kunden- und Partneranbindung beurteilen sie ihre Lösung derzeit lediglich als ausreichend.

Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG, gibt zu bedenken: "Das Ausreichend von heute wird schnell zum Mangelhaft von morgen. Nur wer frühzeitig seine digitale Strategie darauf ausrichtet, essentielle Unternehmensprozesse bereits im Standard abzubilden, kann beruhigt in die Zukunft blicken. Ansonsten bleibt nur die Nachbesserung durch Erweiterungsbausteine."

Laut PAC sind die Eigenschaften der Geschäftssoftware von noch größerer Bedeutung. Benutzerfreundlichkeit ist das A und O jeder Lösung. Komplizierte und unübersichtliche Oberflächen sollten der Vergangenheit angehören. Für produzierende Unternehmen ist insbesondere hinsichtlich Industrie 4.0 eine zeitnahe Reaktion auf Kundenanforderungen, im Idealfall in Echtzeit, ein Muss. Insellösungen sind ebenso wenig gewünscht – einheitliche Plattformen vereinfachen spätere Updates und Veränderungen am System.

Doch lediglich in puncto Bedienbarkeit ist die Mehrheit (66 Prozent) der Umfragebeteiligten zufrieden. Reaktionsgeschwindigkeit und Einheitlichkeit der verwendeten IT-Software bewerten nahezu die Hälfte mit der Note „ausreichend“ oder gar schlechter. Ein kritisches Ergebnis, da diese Eigenschaften auf dem technischen Aufbau des verwendeten Systems basieren. Nachrüsten ist nur mit hohem Aufwand möglich.

 

Prioritäten bei Investitionen

Die angestrebte Anpassungsfähigkeit aktueller Systeme erfordert Investitionen in Aufrüstung oder gar Austausch. Da viele Unternehmen um ihre Mängel wissen, ist es kaum verwunderlich, dass dort zumeist kurz- und mittelfristig Hand angelegt wird. Die Anbindung mobiler Geräte steht hier bei den meisten im Vordergrund.

Überraschend jedoch: Mehr als 60 Prozent aller Befragten planen eine Ablöse einer verwendeten Software innerhalb der nächsten 24 Monate. Das wichtigste Auswahlkriterium ist dabei leichte Anpassungsmöglichkeit bei geringem Supportaufwand. Darauf legen 90 Prozent großen oder sehr großen Wert. Weitere zentrale Kriterien bei der Lösungsauswahl sind Einbindung mobiler Geräte, eine moderne und offene Plattform sowie ein möglicher Cloud-Betrieb.

"Ein entscheidender Faktor für die digitale Transformation der Geschäftsprozesse ist die im Einsatz befindliche Businesssoftware. Der Fokus liegt bereits jetzt auf der größtmöglichen Flexibilität von ERP-Systemen. Sobald Unternehmen ihre digitale Strategie für die kommenden Jahre festgelegt haben, sollten sie prüfen, ob die von ihnen genutzten Systeme diesen Anforderungen gerecht werden können", erklärt Frank Niemann, Vice President, Software and SaaS Markets bei PAC.

"Viele Mittelständler wissen bereits, wo Nachholbedarf besteht. Bei der nächsten ERP-Auswahl sollten sie daher gezielt darauf achten, dass das Wunschsystem die meisten ihrer Anforderungen im Standard abdeckt."

Kühl fügt hinzu: "Bei godesys ERP setzen wir auf freie Standards und eine serviceorientierte Integrationsarchitektur. So können wir unseren Kunden eine zukunftsorientierte Lösung an die Hand geben. Software-Agilität steht für uns im Kern jeder Weiterentwicklung. Hierdurch geben wir Anwendern die Möglichkeit, problemlos auf neue Herausforderungen zu reagieren."

An der Befragung haben sich 100 IT-Leiter deutscher Unternehmen mit mindestens 50 bis maximal 500 Mitarbeitern beteiligt. Die komplette Studie findet sich unter: http://www.godesys.de/trendstudie-digitalisierung

Quelle: godesys