Beim Umsatz legte der Bonner Konzern um 15,3 Prozent auf 17,43 Milliarden Euro zu, das um

Beim Umsatz legte der Bonner Konzern um 15,3 Prozent auf 17,43 Milliarden Euro zu, das um Sondereffekte bereinigte EBITDA, eine zentrale Kennziffer des DAX-Unternehmens, verbesserte sich um 13,5 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro. - Bild: Telekom

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal dank eines starken US-Geschäfts und eines schwachen Euro einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnet und mehr verdient.

Die Telekom setzt offenbar ihre Telefonbuch-Tochter DeTeMedien auf die Verkaufsliste. Das liegt auch an einem handfesten Streit: Von „Knebelverträgen“ ist bei Verlagen die Rede, sie fühlen sich über den Tisch gezogen.

Beim Umsatz legte der Bonner Konzern um 15,3 Prozent auf 17,43 Milliarden Euro zu, das um Sondereffekte bereinigte EBITDA, eine zentrale Kennziffer des DAX-Unternehmens, verbesserte sich um 13,5 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

T-Mobile US ist der Erfolg zu danken

Die Telekom hält zwei Drittel der Anteile. Dank hoher Investitionen und einer Werbeoffensive lockt der US-Mobilfunkanbieter seit zwei Jahren neue Kunden in Scharen. Im vorigen Quartal zog die Kundenzahl um 2,1 Millionen auf 58,9 Millionen an. Damit stieg die Telekom-Tochter jüngst zum drittgrößten US-Mobilfunkanbieter auf. Der Erfolg schlägt sich auch in der T-Mobile-Bilanz nieder: Das bereinigte Ebitda schnellte um 53 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro nach oben.

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen

Bis Ende des letzten Jahrzehnts war das US-Geschäft Wachstumsmotor der Telekom gewesen. Den Sprung über den Atlantik hatte sich die Bonner 2001 einiges kosten lassen: 40 Milliarden Euro machte der damalige Vorstandschef Ron Sommer für den Kauf des T-Mobile-Vorgängers Voicestream locker. Der Preis stellte sich als viel zu hoch heraus – ein Jahr später schrieb die Telekom 20 Milliarden Euro ab, vor allem wegen des US-Abenteuers.

Unterm Strich verdiente die Telekom 712 Millionen Euro, leicht über den 711 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungskosten das Ergebnis. Die negativen Einflüsse lagen laut Telekom um 400 Millionen Euro höher als im Vorjahreszeitraum.

Das ehemalige Staatsunternehmen hält an seinem Ziel fest, im laufenden Jahr ein bereinigtes EBITDA von 18,3 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von rund 4,3 Milliarden Euro zu erzielen. Dabei geht die Telekom von einem Euro-Kurs von 1,33 Dollar aus. Aufgrund des stärkeren Dollars werden die berichteten Werte aber wohl höher ausfallen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht