Mexiko, Flagge

Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen fühlt sich in Mexiko wohl. - Bild: Pixabay

Die Mitgliedsunternehmen der deutsch-mexikanischen Außenhandelskammer sind einer Umfrage zufolge überwiegend positiv gestimmt. 65 Prozent erwarten demnach für die nächsten 12 Monate ein Geschäftsplus, 29 Prozent immerhin noch ein unverändertes Ergebnis.

Mehr als die Hälfte der Firmen will ihre Mitarbeiterzahl vergrößern, ein Stellenabbau ist nicht geplant. Investitionserhöhungen sind der Umfrage zufolge bei 40 Prozent der Unternehmen vorgesehen.

In Mexiko sind rund 1.900 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert. Laut AHK belief sich das deutsch-mexikanische Handelsvolumen 2016 auf 16,2 Milliarden Euro.

Was macht US-Präsident Trump?

Mexiko ist dank deftiger Haushaltseinsparungen in den letzten zwei Jahren derzeit noch wirtschaftlich stabil. Das Wachstum ging aufgrund der Einsparungen zwar zurück, lag 2016 nach IWF-Zahlen aber immer noch bei 2,1 Prozent und soll dieses Jahr auf 2,3 Prozent steigen.

Rund 80 Prozent der Importe des Landes gehen in die Vereinigten Staaten, und genau dort liegt eines der derzeit größten Probleme Mexikos. Der protektionistische Kurs von US-Präsident Donald Trump - gepaart mit seiner Androhung eines Mauerbaus entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze - lassen Mexiko und seinen Präsidenten Enrique Pena Nieto einigermaßen ratlos zurück.

So hat Trump Maßnahmen angekündigt, die den zollfreien Warenverkehr im Rahmen des nordamerikanischen Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (Nafta) einschränken würden. Ausländische Investoren aus dem Kfz-Bereich beispielsweise dürften nach Beobachtungen von Germany Trade and Invest (GTAI), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik, zunächst einmal zurückhaltender agieren. Die Wachstumsaussichten für Mexiko haben sich dadurch nach GTAI-Angaben Ende 2016 eingetrübt.