Investieren in Österreich ist bei deutschen Unternehmen sehr beleibt - die "Piefkes" stellen die meisten Investoren in der Alpenrepublik.

Investieren in Österreich ist bei deutschen Unternehmen sehr beleibt - die "Piefkes" stellen die meisten Investoren in der Alpenrepublik. - Bild: Pixabay

Die dem österreichischen Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unterstehende Betriebsansiedlungsagentur "ABA - Invest in Austria" konnte 2017 das erfolgreichste Jahr der 35-jährigen Unternehmensgeschichte verzeichnen. "Der Standort Österreich punktet bei ausländischen Konzernen vor allem mit Stabilität und Sicherheit, hoher Osteuropa-Kompetenz, der Qualität und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einem kaufkräftigen Markt", unterstreicht Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck die gute Bilanz.

Deutsche Unternehmen bleiben auf dem ersten Platz

Deutschland war mit 118 Unternehmen auch 2017 wieder Investorenland Nummer Eins und zeichnete für rund ein Drittel aller ABA-Projekte verantwortlich. Italien kam auf 26 Neuansiedlungen, musste sich den Platz diesmal aber mit zwei weiteren Ländern teilen: Für Schweizer Firmen wurde Österreich gegenüber 2016 noch um einiges attraktiver (Vorjahr: 17). Gleiches gilt für Unternehmen aus Slowenien (Vorjahr: 16).

Zugleich legte die mit den Neuansiedlungen verbundene Investitionssumme um 2,6 Prozent auf 723,85 Millionen Euro (Vorjahr: 705,22 Millionen Euro) zu. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze lag bei 2.672 - ein Zuwachs von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.622).

Zentral- und Osteuropa auf Vormarsch

Besonders groß war das Interesse seitens Unternehmen aus Zentral- und Osteuropa (CEE) bzw. Südosteuropa (SEE). Zwar waren die Betriebsansiedlungen aus diesen Ländern bereits in den vergangenen zehn Jahren traditionell stark. 2017 betrug ihr Anteil mit 99 Unternehmen jedoch knapp ein Drittel aller neuen ABA-Ansiedlungen.

An der Spitze rangiert dabei Slowenien (26 Unternehmen), gefolgt von Ungarn (18 Unternehmen), der Slowakei (14 Unternehmen) und Russland (11 Unternehmen). Gleichbleibend hoch war das Engagement aus China: Elf chinesische Unternehmen kamen 2017 mit Unterstützung der ABA nach Österreich.

Von den angesiedelten Unternehmen haben 34 am Standort Österreich in Forschung und Entwicklung investiert, 22 Unternehmen sind Produktionsunternehmen, elf Unternehmen bearbeiten von Österreich aus noch weitere Märkte, darunter auch Eurocoin, der erste Brexit-Flüchtling unter den ABA-Ansiedlungen. Unter den Branchen sind Industrienahe Dienstleistungen (51) und IT/Telekom/Software (49) am stärksten vertreten.

Wien und Salzburg sind Hot Spots für ausländische Investoren

Auch 2017 siedelten sich 157 der internationalen Unternehmen in der Hauptstadt Wien an. Stärkstes Bundesland nach Wien war zum zweiten Mal in Folge Salzburg mit 42 Betriebsansiedlungen (Vorjahr: 31) vor Niederösterreich mit 29 Unternehmen (Vorjahr: 20).

ABA-Invest in Austria