Industrieschweißen

Die deutsche Industrie hat weniger Aufträge erhalten. - Bild: Pixabay

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) sanken die Bestellungen im April gegenüber dem Vormonat um 2,1 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 0,5 Prozent prognostiziert. Bereinigt um Großaufträge blieb das Bestellvolumen gegenüber dem Vormonat unverändert.

Der für März zunächst gemeldete Anstieg um 1,0 Prozent wurde auf 1,1 Prozent revidiert. Das Niveau des Vorjahresmonats überstiegen die Auftragseingänge im April arbeitstäglich bereinigt um 3,5 (Vormonat: 2,5) Prozent.

Die Bestellungen aus dem Inland verringerten sich im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 (minus 3,4) Prozent. Die aus dem Ausland sanken um 3,4 (plus 4,6) Prozent, wobei die Orders aus der Eurozone um 1,4 (plus 6,6) Prozent abnahmen.

Nachfrage nach Investitionsgütern sank

Die Nachfrage nach Investitionsgütern sank um 3,6 (plus 3,6) Prozent, die nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 0,1 (minus 3,3) Prozent und die nach Konsumgütern nahm um 0,8 (plus 5,6) Prozent ab.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kommentierte die Daten mit den Worten: "Bei geringen Großaufträgen fielen die Bestellungen insgesamt zu Beginn des zweiten Quartals etwas schwach aus. Die in der Tendenz leicht aufwärtsgerichtete Produktions- und Umsatzentwicklung sowie das hervorragende Geschäftsklima senden starke Signale für eine Fortsetzung des allmählichen Aufschwungs im verarbeitenden Gewerbe."

Deutscher Industrieumsatz steigt im um 1,3 Prozent

Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist zu Beginn des zweiten Quartals 2017 wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte er sich gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent. Das deutet darauf hin, dass die Produktion in diesem Sektor ebenfalls zugenommen hat.

Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten, dass die Produktion im gesamten produzierenden Sektor (einschließlich Bauproduktion und Energieerzeugung) um 0,5 Prozent gestiegen ist.

Im März, als sie um 0,4 Prozent zurückgegangen war, waren die Umsätze um revidiert 0,3 (vorläufig: minus 0,8) Prozent gesunken. Destatis wird Produktionsdaten für April am Donnerstag um 8.00 Uhr veröffentlichen.