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Der deutsche Außenhandel floriert trotz vieler internationaler Krisen in der Welt. - Bild: Pixabay

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 5,6 Prozent höher. Die Importe kletterten im November um 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 82,8 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 4,5 Prozent.

In unbereinigter Rechnung betrugen die Exporte 108,5 Milliarden Euro und die Importe 85,8 Milliarden Euro. "Das ist in beiden Verkehrsrichtungen der jeweils höchste bisher gemessene Monatswert", teilten die Statistiker mit.

Für November ergab sich kalender- und saisonbereinigt ein Außenhandelsüberschuss von 21,7 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 20,0 Milliarden Euro gerechnet. In unbereinigter Rechnung schloss die Außenhandelsbilanz den November mit einem Überschuss von 22,6 Milliarden Euro ab.

Der Überschuss in der Leistungsbilanz betrug nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank 24,6 Milliarden Euro. Ökonomen hatten 22,6 Milliarden Euro erwartet.

Gute Geschäfte mit Drittstaaten

Besonders gut lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen. Die Ausfuhren in diese Länder lagen um 7,6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Auch die Exporte in die EU-Länder wuchsen recht ordentlich. Die Ausfuhren in die Eurozone kletterten um 5,2 Prozent. Das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, legte jedoch nur um 2,8 Prozent zu.

"Trotz des Anstiegs globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten hat sich der deutsche Außenhandel im laufenden Jahr 2016 wacker behauptet", hatte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), schon zum Jahreswechsel erklärt.

Befeuert durch den billigen Euro sei die Nachfrage nach deutschen Produkten weltweit weiterhin ungebrochen. "Der deutsche Außenhandel ist allerdings nicht immun gegen internationale Krisen", warnte Börner. Das nächste Jahr werde nicht einfacher, denn die Reihe der Risiken habe zugenommen.