Digitalisierung umfrage kfw

Der deutsche Mittelstand ist laut KfW erst am Anfang der Digitalisierung. - Bild: Schnaithmann/KfW

Laut der Umfrage sind es die mangelnde IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter, das Problem der Datensicherheit, hohe Investitions- bzw. Betriebskosten und die Geschwindigkeit der Internetverbindung die Unternehmen als größte Hemmnisse für eine stärkere Digitalisierung betrachten.

"Wenn wir uns den digitalen Reifegrad ansehen, dann zählen rund 20 Prozent der Unternehmen zu den Vorreitern, 30 Prozent zu den Nachzüglern, und 50 Prozent sind Durchschnitt", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner bei der Vorstellung der Studie in Frankfurt. Nach seiner Aussage kommt der deutsche Mittelstand jährlich auf Digitalisierungsausgaben von rund 10 Milliarden Euro. In der KfW-Umfrage haben sie angegeben, dass sie diese Ausgabe bis 2018 auf 11,9 Milliarden steigern wollen.

 

Zeuner zufolge wären aber mindestens 13 Milliarden notwendig, um zu verhindern, dass der Abstand zwischen Nachzüglern und Spitzenfeld zunimmt. Dass die befragten Unternehmen die Kosten der Digitalisierung scheuen, deutet laut Zeuner darauf hin, das sie den Nutzen einer Digitalisierung noch nicht völlig erkannt haben.

Laut KfW verfolgten zwischen 2013 und 2015 über 80 Prozent der befragten Unternehmen ein Digitalisierungsprojekt. Darunter versteht die KfW neue Technologien oder Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Kompetenz. Am stärksten verbreitet (98 Prozent) sind solche Projekte bei Mittelständlern mit mindestens 150 Beschäftigten, am schwächsten bei kleinen mit fünf bis neun Mitarbeitern (78 Prozent).

Die KfW plädiert in ihrer Studie dafür, die Möglichkeiten von Digitalisierung und ihren Nutzen aufzuzeigen, Berufsbilder weiterzuentwickeln, IT-Fachkräfte auszubilden und die Beschäftigten weiterzubilden, den Breitbandausbau zu beschleunigen und Digitalisierungprojekte zu unterstützen.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nach Erkenntnissen der KfW nicht allzu schlecht. Deutschland fange nicht ganz unten an, aber es gehe darum, an die Spitze zu kommen, sagte Zeuner.

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