Der Motorenbauer Deutz verdiente trotz Umsatzeinbußen mehr. - Bild: Deutz

Der Motorenbauer Deutz verdiente trotz Umsatzeinbußen mehr. - Bild: Deutz

Der Motorenhersteller Deutz hat im Auftaktquartal den operativen Gewinn trotz geringerer Umsätze deutlich gesteigert. Profitieren konnte das Unternehmen von dem schwächeren Euro und den im vergangenen Jahr eingeleiteten Umbaumaßnahmen.

Mit denen Deutz auf die schleppende Nachfrage reagiert hat. Der Ausblick für 2015, das Deutz als Übergangsjahr bezeichnet, wurde bestätigt.

Im ersten Quartal brach der Auftragseingang ein: Das Kölner Traditionsunternehmen berichtete über einen Ordereingang von 321 Millionen Euro, das sind 22,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Absatz sank um 17 Prozent auf 44.457 Motoren, der Umsatz um gut 7 Prozent auf gut 318 Millionen Euro, was den Erwartungen von Deutz entsprach.

Zurückzuführen sei die Entwicklung vor allem auf den in der Europäischen Union vorgeschriebenen Emissionswechsel für Motoren zum Oktober 2014. Das hatte dazu geführt, dass europäische Kunden in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres mehr Motoren gekauft hatten als benötigt. In der Folge war die Nachfrage in den Quartalen danach geringer.

Erfreulich ist dagegen die Gewinnentwicklung: Das EBIT vor Einmaleffekten stieg deutlich auf 10,1 Millionen von 1,9 Millionen Euro im Vorjahr. Im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis um ein Drittel eingebrochen. Die Maßnahmen zur weiteren Profitabilitätssteigerung greifen, erklärte die Deutz AG. Das Unternehmen hatte zwei Werke geschlossen und Arbeitsplätze abgebaut.

Das laufende Jahr wird nach Einschätzung von Deutz durch eine niedrigere Nachfrage nach Motoren geprägt sein, weil im letzten Jahr viele Bestellungen wegen des Wechsels bei den Emissionsvorschriften vorgezogen wurden. Vor diesem Hintergrund geht Deutz weiterhin von einem Umsatzrückgang in der Größenordnung von 10 Prozent aus. Die EBIT-Marge vor Einmaleffekten soll sich moderat auf rund 3 Prozent verbessern.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht