Der Motorenhersteller Deutz ist dank zahlreicher Neuaufträge auf dem besten Wege zurück in die schwarzen Zahlen. Im Auftaktquartal stand bei dem SDAX-Konzern unter dem Strich zwar noch ein Minus von 8,7 Mio Euro, wie Deutz am Mittwoch mitteilte.

KÖLN (Dow Jones/ks)–Im selben Zeitraum des Vorjahres mussten die Kölner jedoch einen Verlust von 23,7 Mio Euro verkraften. Nachdem die Kunden ihre Lager für die anziehende Produktion von Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen wieder auffüllten, erhielten die Kölner zwischen Januar und März rund 50% mehr neue Order als vor Jahresfrist im Gesamtwert von 312 Mio Euro. Auch im Vergleich zum vorangegangenen Quartal wuchs das Orderbuch deutlich um mehr als ein Drittel.

Nachdem vor allem die zuvor weggebrochenen Verkäufe von Dieselmotoren für Baumaschinen wieder deutlich anzogen, verbuchte Deutz im ersten Quartal mit 236 Mio Euro Mehreinnahmen von 7%. Vor Zinsen und Steuern blieb ein Verlust (EBIT) von 1 Mio Euro nach einem Minus von 20 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte glänzte Deutz zum ersten Mal seit Beginn der Krise im zweiten Halbjahr 2008 mit einem leicht positiven Ergebnis (EBIT) von 0,7 Mio Euro.

Der Kölner Hersteller von Dieselmotoren für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Stromerzeugungsgeräte will in diesem Jahr 137.000 Motoren nach 117.961 im Vorjahr verkaufen. Die Auftragslage stimme ihn optimistisch, dieses Ziel zu übertreffen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Helmut Leube. Sollte das Verkaufsziel erreicht werden, dürfte der Umsatz bei etwa 1 Mrd Euro liegen.

Auch operativ will Deutz damit in diesem Jahr die roten Zahlen verlassen. Unter dem Strich könnte dann nach dem Millionenverlust im vergangenen Jahr eine rote Null oder ein geringer Konzernverlust stehen.