Deutz Motor

Deutz hatte die Prognose für 2015 aufgrund der niedrigen Auftragseingänge und des geringen Geschäftsvolumens bereits im September gesenkt. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent gegenüber Vorjahr und ein in etwa ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT). - Bild: Deutz

Deutz reagiert darauf mit einem Ausgabenstopp und einer Ausweitung der Kurzarbeit.

Der Auftragseingang fiel im dritten Quartal um 20,5 Prozent auf 262 Millionen Euro. Ein Absatzeinbruch um fast die Hälfte ließ den Umsatz auf 269 Millionen Euro bröckeln. Im Vorjahreszeitraum hatte Deutz noch 425 Millionen Euro eingenommen. Dies ist zum einen auf Vorzieheffekte im Vorjahreszeitraum durch den Emissionswechsel für kleinere Großmotoren in der EU bedingt. Zum anderen wird das Geschäft derzeit überregional durch eine deutliche Investitionszurückhaltung belastet, was zu einem langsameren Abbau der Lagerbestände bei mehreren europäischen Kunden führte.

Das operative Ergebnis sank angesichts dieser Entwicklung auf minus 9,7 Millionen Euro im dritten Quartal, nachdem Deutz im Vorjahreszeitraum noch 2,7 Millionen Euro verdient hatte. Der Konzernverlust erreichte 9,4 Millionen Euro.

Deutz warnte, dass die Marktschwäche auch im vierten Quartal 2015 anhalten und deutlich in das erste Quartal 2016 ausstrahlen werde. "Wir reagieren darauf mit einem Ausgabenstopp und ausgeweiteter Kurzarbeit, vor allem am Standort Köln", sagte Finanzvorstand Margarete Haase. Nach den bereits im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen erhofft sich der Motorenbauer davon eine deutliche Effizienzsteigerung. "Mit unseren Produkten und Prozessen sind wir gut aufgestellt. Sobald eine Markterholung eintritt, wird die Deutz AG hiervon deutlich profitieren", hofft Vorstandschef Helmut Leube.

Deutz hatte die Prognose für 2015 aufgrund der niedrigen Auftragseingänge und des geringen Geschäftsvolumens bereits im September gesenkt. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent gegenüber Vorjahr und ein in etwa ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT). Zuvor sah die Prognose einen Umsatzrückgang von rund 10 Prozent und eine EBIT-Rendite von rund 3 Prozent vor. In den ersten neun Monaten betrug der Umsatzrückgang aber schon gut 13 Prozent, die Marge lag mit 1,1 Prozent bereits deutlich unter dem neuen Zielwert.