Exklusives Ranking: Die Fachzeitung Produktion und die Unternehmensberatung Oliver Wyman haben analysiert, welche deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 2014 den höchsten Umsatz in diesem Segment generiert haben.

Vier unterschiedliche Trends haben dazu geführt, dass das exklusive Ranking der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer von Produktion und Oliver Wyman für 2014 erneut durcheinandergewirbelt wurde.

So beflügelte die fortschreitende Automatisierung (Trend 1) die Unternehmen. Auch wirkte sich die boomende internationale Automobilindustrie (Trend 2) sowie die weltweit wachsende Nahrungsmittelproduktion (Trend 3) positiv auf die Maschinen- und Anlagenbauer aus. Einige Unternehmen litten jedoch weiterhin unter der Krise der Papier- und Druckindustrie (Trend 4).

„Die meisten Firmen auf der Liste verfolgen seit Jahren eine Wachstumsstrategie“, erläutert Thomas Kautzsch, Global Practice Leader, Automotive & Manufacturing Industries bei Oliver Wyman.

„Wenn man sie über einen längeren Zeitraum betrachtet, sind sie stark gewachsen. Das zeigt die Wettbewerbsfähigkeit und die weltweite Position der deutschen Unternehmen dieser Branche.“

Wenn man sich die Liste mit denselben Unternehmen von vor zehn Jahren anschauen würde, dann wären viele Unternehmen um ein Drittel oder sogar die Hälfte kleiner.

Die aktuelle Neudefinition der Auswahlkriterien für das Ranking des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus war notwendig geworden, weil einzelne Unternehmen nachgefragt hatten, warum sie nicht im Ranking gelistet sind.

Die Partner Oliver Wyman und Produktion einigten sich schließlich, im Bereich Anlagenbau nun auch so genannte Engineering Procurement Construction-Kontraktoren (EPC) mit einzubeziehen. Diese EPC haben nicht notwendigerweise eine eigene Herstellungskompetenz, sondern sie kaufen ganze Teilanlagen und bauen damit Anlagen auf.

Auch Windkraftanlagenhersteller kommen für das neue Ranking in Frage.

Gunnar Knüpffer