DMG Mori, Hausausstellung

Gut besucht: Rund 9.000 Interessierte machten sich auf den Weg nach Pfronten zur DMG Mori Hausausstellung. - Bild: DMG Mori

1. Digitalisierung

Die digitale Transformation im Werkzeugmaschinenbau war auch bei der Hausausstellung eines der beherrschenden Themen. Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori Aktiengesellschaft, erklärte auf der Pressekonferenz, dass nicht mehr nur die Maschinen selbst im Fokus stünden. Deswegen verfolge das Unternehmen auch eine durchgehende Digitalisierungsstrategie. „Wir haben das als Fokusthema sauber besetzt“, so Thönes.

Digitale Worklsflows zur datengestützten Produktionsplanung und für das automatisierte Werkzeugmanagement, zur EMO erstmals vorgestellt, hat der WZM-Hersteller inzwischen weiter verfeinert. Im Verlauf der ersten Jahreshälfte sollen diese den Kunden als Celos Apps zur Verfügung stehen. Weitere digitale Schwerpunkte sind der Ausbau der Monitoring-Angebote zur Verbesserung von Prozessen und Produktion.

Bereits über 10.000 ausgelieferte DMG Mori Maschinen sind mit Celos ausgestattet. Mit der offenen, digitalen Plattform Adamos bietet das Unternehmen Kunden und Zulieferern darüber hinaus eine durchgängige und offene Digitalisierungslösung. Kurzfristig will DMG Mori über 100 Kunden an die IIoT-Plattform anschließen. Thönes erklärte, Ziel sei es jetzt mit Adamos Success Stories aufzubauen. Er sei zuversichtlich, dass das gelingt. Denn Adamos glänze mit seiner kompletten Unabhängigkeit im Gegensatz zu anderen Plattformen.

Einen weiteren Schritt in seiner Digitalisierungskampagne ist DMG Mori Ende des vergangenen Jahres gegangen. Das Unternehmen hat die Werkbliq GmbH aus Bielefeld mit seinen 20 Mitarbeitern übernommen. Werkbliq bietet eine herstellerübergreifende Plattform, die alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt. „So wird der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess digitalisiert und deutlich beschleunigt“, kommentierte Thönes.

2. Service und Qualitätsversprechen

„Service ist ein wichtiges Thema“, betonte DMG Mori Manager Christian Thönes auf der Pressekonferenz. Sein Unternehmen wolle sich auf diesem Zukunftsfeld positionieren.

200 Servicemitarbeiter will DMG Mori zusätzlich einstellen. 70 dieser Stellen konnte der WZM-Hersteller bereits besetzen. Was auch auf die Service-Offensive einzahlt: Mit Beginn der Hausausstellung gilt für alle Motorspindeln der Master-Serie eine Gewährleistung von 36 Monaten ohne Stundenbegrenzung.

„First Quality heißt bei DMG Mori mehr als je zuvor Qualität ohne Kompromisse“, so Thönes. Laut Unternehmensangaben sollen sich die Master-Spindeln durch eine extreme Zuverlässigkeit und eine deutlich längere Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Spindeln auszeichnen.

Möglich mache das die Verwendung von Vacrodur. Das ist ein Stahl, der mit hoher Belastbarkeit, Verschleißfestigkeit und Temperaturstabilität glänzt.

3. Automatisierte Produktion

DMG Mori, Automatisierung
Automatisieurng ist eines der Fokusthemen von DMG Mori. - Bild: DMG Mori

DMG Mori gibt sich überzeugt, dass Automationslösungen in einer wirtschaftlichen Fertigung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb liefere der WZM-Hersteller alle seine Maschinen bereits ab Werk aus einer Hand entweder mit einer Standardautomation oder als kundenspezifische Automationslösung aus.

Markus Rehm, Geschäftsführer von Deckel Maho Seebach und DMG Mori Heitec, sagte: „Unser ganzheitliches Leistungsspektrum reicht von der Planung über die Simulation bis hin zur finalen Übergabe des schlüsselfertigen Komplettsystems.“ Die Verknüpfung von Werkzeugmaschine und Automation erfolgt an den Produktionsstandorten von DMG Mori. So erhielten die Kunden ein durchgängiges Automatisierungskonzept, heißt es seitens des WZM-Herstellers.

4. Additive Fertigung

DMG Mori, 3D-Druck
Im Markt der additiven Systeme zum selektiven Laserschmelzen soll die Lasertc SLM mit hoher Prozesssicherheit und Produktivität überzeugen. - Bild: DMG Mori

DMG Mori hat auch den 3D-Druck im Fokus. Bereits seit vier Jahren ist das Unternehmen mit der Kombination aus Laserauftragsschweißen und spanender Bearbeitung auf den Maschinen der Lasertec 3D Hybrid Baureihe am Markt.

Mittlerweile sieht sich DMG Mori maschinenseitig als Full-Liner in der additiven Fertigung. Während die Maschine Lasertec 65 3D für das reine Laserauftragsschweißen als Ergänzung zu einem bestehenden Park von Bearbeitungszentren fungiert, erweitert die Lasertec 30 SLM das Sortiment um das Pulverbettverfahren mittels selektivem Laserschmelzen.

Im Markt der additiven Systeme zum selektiven Laserschmelzen soll die Lasertec 30 SLM mit Flexibilität, Produktivität und Prozesssicherheit überzeugen, heißt es seitens des Unternehmens. Beispielsweise ermöglicht ein flexibles Pulvermodul einen Pulverwechsel in weniger als zwei Stunden.

Des Weiteren bietet DMG Mori mit Celos SLM eine Software für die CAM-Programmierung und die Maschinensteuerung. Dank einheitlicher Bedienoberfläche sollen sich die Bauteile mit minimalem Zeitaufwand extern programmieren und an der Maschine übernehmen lassen – ganz gleich wie komplex die Teile sind.