Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll vor Gericht zum "Dieselgate" genannten Abgas-Skandal aussagen.

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll vor Gericht zum "Dieselgate" genannten Abgas-Skandal aussagen. - Bild: VW

Gegen Winterkorn laufen selbst Ermittlungen unter anderem wegen möglicher Marktmanipulation. Ob er tatsächlich als Zeuge vor Gericht erscheinen muss und wird, ist daher unklar. Geladen ist er für den 16. November. Er weist die Vorwürfe zurück, will sich Insidern zufolge aber erst umfassend äußern, wenn seine Anwälte Akteneinsicht erhalten haben.

Der zuständige Richter möchte außerdem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Peter Ramsauer (CSU), einen von Scheuers Vorgängern, in Stuttgart befragen, braucht dafür aber noch die Genehmigung des Bundestagspräsidenten.

Nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre hatte es heftige Kursverluste der VW-Aktie gegeben. Anleger, die dadurch Geld verloren haben, werfen VW und der Dachgesellschaft Porsche SE vor, sie hätten die Märkte zu spät über das Dieseldrama informiert - was die Unternehmen zurückweisen.

In den USA gibt es bereits einen Haftbefehl gegen Winterkorn. Er war im September 2015 als VW-Chef zurückgetreten, kurz nachdem der Abgasskandal mit weltweit Millionen manipulierter Dieselautos von US-Behörden und Forschern aufgedeckt worden war. Er hatte betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein.

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