Digitalisierung

Die Digitalisierung der Produktion- mehr als die Hälfte der großen deutschen Familienunternehmen sehen sich dafür noch nicht ausreichend aufgestellt. - Bild: Pixabay

Als größtes Hemmnis für die Digitalisierung sehen die Unternehmen mangelndes Know-how der Mitarbeiter an (43 Prozent). Für die Studie mit dem Schwerpunkt Digitalisierung befragte das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn Unternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz.

Weitere kritische Punkte sind mangelnde oder unzureichende digitale Schnittstellen, beispielsweise für die Übertragung von Daten an Zulieferer (37 Prozent), Bedenken hinsichtlich der IT-Sicherheit (36 Prozent), sowie der notwendige Wandel in der Unternehmenskultur (35 Prozent).

„Deutschlands Familienunternehmen müssen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und ihrer Infrastruktur schnell sein”, sagt Stefan Bender, Leiter Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen Bank.

„Es geht nicht nur um die Automatisierung – es geht vor allem um die Transformation zu einem weiterhin erfolgreichen Geschäftsmodell in einer digitalen Welt”, erläutert Bender.

„Durch die Digitalisierung werden in vielen Branchen die Karten neu gemischt. Der Innovationsdruck auch auf führende Unternehmen in Deutschland steigt.”

Politik soll Voraussetzungen schaffen

Fast jedes dritte große Familienunternehmen sieht die Verfügbarkeit digitaler Infrastruktur als Hürde für die eigene Digitalisierung (32 Prozent). Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, fordert die Politik auf, die nötigen Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften in der digitalen Welt zu schaffen: „Die Breitbandversorgung im ländlichen Raum hinkt jener in den Städten deutlich hinterher. Rund 70 Prozent aller Industriearbeitsplätze befinden sich aber auf dem Land. Weniger als ein Drittel der Unternehmen verfügt über eine Bandbreite von maximal 50 Megabit pro Sekunde. Für viele künftige Industrieanwendungen reicht dies nicht aus. Das ist besorgniserregend.”

Video: Top 1000 - Familienunternehmen auf Wachstumskurs 

Investitionen in Digitalisierung erhöhen

Rund 60 Prozent aller Befragten schätzen die Bedeutung der Digitalisierung für das eigene Unternehmen als hoch oder sehr hoch ein. Die Unternehmen wollen ihre Investitionen in die Digitalisierung deshalb bis 2019 auf durchschnittlich etwa drei Prozent des Umsatzes erhöhen – gegenüber 2016 ein Anstieg von fast 40 Prozent.

Dabei setzen sie unter anderem auf Big Data: 58 Prozent erwarten für 2019, dass die Nutzung großer Datenmengen für das Geschäft eine hohe Bedeutung haben wird – 2016 spielte dies nur für 28 Prozent eine wichtige Rolle. Wachstumschancen sehen die Unternehmer zudem in internetfähigen, sogenannten smarten Produkten. Derzeit stellen lediglich 30 Prozent mindestens ein solch smartes Produkt her.

„Smarte Produkte bieten den Unternehmen die Möglichkeit, das eigene Geschäftsmodell um passgenaue Dienstleistungen zu erweitern und so die Kundenbindung zu stärken. Durch solche After-Sales-Services erwirtschaftet bereits jetzt schon jeder zweite Hersteller von smarten Produkten (54 Prozent) zusätzlichen Umsatz”, erklärt Friederike Welter, Präsidentin des IfM Bonn und Professorin an der Universität Siegen.

BDI

Internet of Things: Die Top 10 der IIoT-Unternehmen

  • Platz 10: Auf dem letzten Rang der Top 10 innovationsstärkster IIoT-Firmen weltweit liegt das schwedische Unternehmen Ericsson. - Quelle: IoT One / Bild: Ericsson

    Platz 10: Auf dem letzten Rang der Top 10 innovationsstärkster IIoT-Firmen weltweit liegt das schwedische Unternehmen Ericsson. - Quelle: IoT One / Bild: Ericsson

  • Platz 9: Das amerikanische Unternehmen Dell belegt bei den Top 10 der wichtigsten IIoT-Unternehmen weltweit den neunten Rang. - Quelle: IoT One / Bild: Dell

    Platz 9: Das amerikanische Unternehmen Dell belegt bei den Top 10 der wichtigsten IIoT-Unternehmen weltweit den neunten Rang. - Quelle: IoT One / Bild: Dell

  • Platz 8: Siemens belegt im aktuellen IoT One-Ranking den achten Platz. - Quelle: IoT One / Bild: Siemens

    Platz 8: Siemens belegt im aktuellen IoT One-Ranking den achten Platz. - Quelle: IoT One / Bild: Siemens

  • Platz 7: Der schweizerische Technologiekonzern ABB kommt im aktuellen IIoT-Ranking auf Platz 7. - Quelle: IoT One / Bild: ABB

    Platz 7: Der schweizerische Technologiekonzern ABB kommt im aktuellen IIoT-Ranking auf Platz 7. - Quelle: IoT One / Bild: ABB

  • Platz 6: Wieder eine deutsche Firma unter den Top-IIoT-Unternehmen weltweit: Bosch schafft es im aktuellen Ranking auf den sechsten Rang. - Quelle: IoT One / Bild: Bosch

    Platz 6: Wieder eine deutsche Firma unter den Top-IIoT-Unternehmen weltweit: Bosch schafft es im aktuellen Ranking auf den sechsten Rang. - Quelle: IoT One / Bild: Bosch

  • Platz 5: General Electric aus den Vereinigten Staaten belegt den 5. Rang im IoT One-Ranking aus dem ersten Quartal 2017. - Quelle: IoT One / Bild: General Electric

    Platz 5: General Electric aus den Vereinigten Staaten belegt den 5. Rang im IoT One-Ranking aus dem ersten Quartal 2017. - Quelle: IoT One / Bild: General Electric

  • Platz 4: Intel ist auf Rang 4 der Top-IIoT-Firmen weltweit gelandet. - Quelle: IoT One / Bild: Intel

    Platz 4: Intel ist auf Rang 4 der Top-IIoT-Firmen weltweit gelandet. - Quelle: IoT One / Bild: Intel

  • Platz 3: Wieder die USA: Bronze geht an die amerikanische Firma Cisco. - Quelle: IoT One / Bild: Prayitno/Flickr

    Platz 3: Wieder die USA: Bronze geht an die amerikanische Firma Cisco. - Quelle: IoT One / Bild: Prayitno/Flickr

  • Platz 2: Silber für das deutsche Unternehmen SAP mit Sitz in Walldorf. - Quelle: IoT One / Bild: SAP

    Platz 2: Silber für das deutsche Unternehmen SAP mit Sitz in Walldorf. - Quelle: IoT One / Bild: SAP

  • Platz 1: Den goldenen ersten Platz belegt IBM. Damit ist das US-Unternehmen Spitzenreiter der Top-IIoT-Firmen weltweit. - Quelle: IoT One / Bild: IBM

    Platz 1: Den goldenen ersten Platz belegt IBM. Damit ist das US-Unternehmen Spitzenreiter der Top-IIoT-Firmen weltweit. - Quelle: IoT One / Bild: IBM

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