Innovation

Ist die deutsche Industrie nicht so innovativ wie sie einmal war? - Bild: Pixabay

Das erklärte der DIHK in seinem "Innovationsreport", der in Berlin veröffentlicht wurde. "Die Innovationsdynamik verliert an Schwung", beklagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Die Unternehmen wollten zwar ihre Aktivitäten unter dem Strich ausweiten, allerdings nicht mehr so stark wie in vorherigen Jahren. "Besonders der Mittelstand macht Abstriche. Die Schere zwischen größeren und kleineren Unternehmen geht damit immer weiter auseinander."

Laut der Umfrage mit über 1.700 Unternehmenseinschätzungen planen 41 Prozent der Unternehmen mehr Innovationen, und 47 Prozent wollen ihr bisheriges Engagement fortführen. 12 Prozent rechnen aber mit weniger Innovationen. Der "Innovationssaldo" - die Differenz von Ausweitung und Verringerung - ging laut DIHK auf 29 Punkte von 43 Punkten im Jahr 2015 zurück.

Bei den Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern sank er sogar auf 23 von 39 Punkten. Beides sind die niedrigsten Werte seit der erstmaligen Befragung im Jahr 2008.

DIHK will steuerliche Forschungsförderung

Das größte Innovationshemmnis sehen die Unternehmen laut DIHK in fehlenden Fachkräften. "82 Prozent der Betriebe schränken ihre Innovationstätigkeiten ein, weil sie keine geeigneten Facharbeiter, Akademiker oder Auszubildenden finden", erklärte Wansleben.

Während sich die Situation bei Akademikern etwas entspanne, spitze sich die Lage bei Facharbeitern und Auszubildenden weiter zu. Gerade den Mittelständlern falle es "zusehends schwerer, geeignetes Personal zu finden".

Knapp zwei Drittel der Unternehmen machten die hohen bürokratischen Anforderungen im Innovationsprozess zu schaffen. Wansleben forderte, dass die Politik Gesetzesvorschläge auf Innovationsfreundlichkeit prüft und bürokratische Hürden rund um Innovationen abbaut.

Für knapp sechs von zehn Unternehmen sei eine mangelhafte Breitbandanbindung mittlerweile eine Bremse für ihre Innovationsaktivitäten, und das Fehlen einer steuerlichen Forschungsförderung sehe inzwischen fast jedes zweite Unternehmen als Manko der eigenen Innovationsaktivität. Wansleben sprach sich deshalb "für eine steuerliche FuE-Förderung zusätzlich zur bewährten Projektförderung" aus.

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