Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer(CSU) hat sich bei den anderen Bundesländern beim Thema

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer(CSU) hat sich bei den anderen Bundesländern beim Thema Stromstrassen eine deutliche Abfuhr eingehandelt. - Bild: CSU/Presse

Sein Plan, die Südlink-Stromautobahn hauptsächlich über Hessen und Baden-Württemberg zu führen, wurde am Donnerstag von den Wirtschaftsministern der Länder in Hamburg mit 15 zu 1 Stimmen zurückgewiesen. Das teilte der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid mit.

Energiewende ist nationale Aufgabe

“Mit seiner Blockadehaltung hat sich Bayern im Länderkreis isoliert”, erklärte Schmid. Die Energiewende sei eine nationale Aufgabe, der sich nicht einfach ein Bundesland entziehen könne. Bis auf Bayern bekennen sich damit die Länder zum Ausbau des Stromnetzes.

Wenn die letzten Atomkraftwerke 2022 vom Netz gehen, muss mehr Windstrom aus dem Norden zu den Fabriken im Süden des Landes transportiert werden. Dafür sind vier große Stromtrassen geplant, denen auch Seehofer ursprünglich zugestimmt hatte. Doch der CSU-Chef vollzog eine Kehrtwende und stellte sich überraschend an die Seite von Bürgerinitiativen, die die Großprojekte stoppen wollen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht