DMG Mori

Der Vorstand des Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori AG hat der Beherrschungsabsicht seines japanischen Großaktionärs zugestimmt. - Bild: DMG Mori

Wie die deutsche DMG Mori am Freitagabend mitteilte, habe der Vorstand beschlossen, dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zuzustimmen. Somit kann der japanische Großaktionär DMG Mori Co künftig durchregieren.

Der japanische Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori hatte im April seine Beteiligung an der gleichnamigen deutschen Tochter DMG Mori auf mehr als 75 Prozent aufgestockt und den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag angekündigt.

Die Kooperation der beiden Unternehmen reicht bis ins Jahr 2009 zurück. Die Partnerschaft wurde vor einiger Zeit durch eine Überkreuzbeteiligung gefestigt und mündete Anfang 2015 dann in ein Übernahmeangebot. Zuvor war von einer Fusion bis zum Jahr 2020 die Rede gewesen, mit der bevorzugten Option eines Zusammenschlusses unter Gleichen. Analysten hatten mehrfach betont, dass sich die vollen Synergieeffekte nur mit einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag realisieren ließen.

Aktionäre des Maschinenbauers DMG Mori AG sollen eine Abfindung von 37,35 Euro erhalten können. Die mit der Wertermittlung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage billigt den Aktien zwar nur einen Wert von je 25,14 Euro zu, wie die DMG Mori AG mitteilte. Der durchschnittliche Aktienkurs in den drei Monaten vor Ankündigung des Gewinnabführungsvertrages habe sich aber auf 37,35 Euro belaufen. Der aktuelle Kurs beträgt 42,50 Euro.