Festge MBG

Dr. Reinhold Festge, VDMA-Präsident: "„Ich glaube, dass die deutsche Industrie stark genug ist, Made in Germany zu verteidigen und die Marke zu polieren." - Bild: VDMA

„Es ist doch klar, dass es uns alle betrifft, wenn der Gewerkschaftschef von Volkswagen sagt, sie würden all ihre Investitionen überprüfen“, sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge auf dem 8. Deutschen Maschinenbau-Gipfel. „Dann können das natürlich für die Ausrüster der Automobilindustrie negative Vorzeichen sein.“

Wenn man im Ausland sei, höre man Fragen danach, wie die Deutschen mit dieser Problematik fertig werden. Die Deutschen hätten doch immer gesagt, sie hätten eine weiße Weste. In diesen Aussagen stecke eine Menge Schadenfreude, sagte Dr. Festge. Jetzt würde der Berliner Flughafen wahrscheinlich durch Volkswagen abgelöst.

„Ich glaube, dass die deutsche Industrie stark genug ist, Made in Germany zu verteidigen und die Marke zu polieren." Nicht nur Volkwagen sei Made in Germany, sondern viele tausend Unternehmen, die täglich Premiumprodukte produzierten.

Festge zu Folge will und wird der Maschinenbau auch seinen Beitrag leisten, die Flüchtlinge in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Aber das ist keine Sache von Monaten, sondern ein langer Prozess, für den wir klare Regelungen brauchen“, forderte Festge.

Er wolle auch vor der Illusion warnen, die mancher Politiker vielleicht hege, dass es nur eines Deutsch-Kurses und einer kurzen innerbetrieblichen Ausbildung bedürfe, damit aus Flüchtlingen qualifizierte Arbeitnehmer werden. Die Industrie werde das Problem der Integration für die Politik nicht lösen können. Festge: „Aber wir stellen uns dieser Herausforderung.“