Aktionäre des Medizintechnikkonzerns Dräger können sich trotz des Gewinnrückgangs über eine

Aktionäre des Medizintechnikkonzerns Dräger können sich trotz des Gewinnrückgangs über eine deutlich höhere Ausschüttung freuen. - Bild: Dräger

Aktionäre des Medizintechnikkonzerns Dräger können sich trotz des Gewinnrückgangs über eine deutlich höhere Ausschüttung freuen.

Das Unternehmen kündigte am Mittwoch bei Vorlage der endgültigen Jahreszahlen an, die Dividende für 2014 je Stammaktie auf 1,33 Euro von 0,77 Euro zu erhöhen. Je Vorzugsaktie soll es 1,39 Euro geben, nach 0,83 Euro ein Jahr zuvor. Über die Dividendenvorschläge soll die Hauptversammlung am 30. April 2015 abstimmen.

Dräger erhöht die Dividende, obwohl der Konzern im vergangenen Jahr weniger verdient hat. Der Jahresüberschuss fiel um 13 Prozent auf 104,7 Millionen Euro. Das Lübecker Unternehmen hatte vor allem im ersten Halbjahr eine schwache Geschäftsentwicklung gehabt, der Schlussspurt zum Jahresende konnte dies nicht vollständig ausgleichen. Die Anhebung der Dividende ist vor allem der Eigenkapitalquote zu verdanken, die erstmals wieder die Schwelle von 40 Prozent überschritten hat. Dräger hatte die Auszahlung reduziert, bis die 40 Prozent erreicht sind. Jetzt will Dräger mit Überschreiten der Schwelle 30 Prozent des Jahresüberschusses ausschütten.

Im Geschäftsbericht konkretisierte Dräger auch den Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2015 rechnet das Unternehmen nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 2,0 bis 5,0 Prozent, nachdem Dräger bislang von einem auf oder leicht unter Vorjahr liegenden Wachstum (2014: 4 Prozent) gesprochen hatte. Bei der EBIT-Marge erwartet Dräger einen Wert zwischen 6,0 und 8,0 Prozent. Hier hatte Dräger bislang nur von einem Rückgang gesprochen, nachdem die Marge 2014 schon auf 7,3 Prozent von 8,5 Prozent im Vorjahr gefallen war.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke