LÜBECK (Dow Jones/rm). Die Lübecker gaben laut einer Mitteilung vom Donnerstag gut 3,81 Mio neue Stammaktien zu einem festen Bezugspreis von 27,50 EUR je Anteil aus und nahmen so netto rund 100 Mio EUR ein.

Neben der Finanzierung des vollständigen Rückkaufs von Dräger Medical soll die Neuemission auch einer Stärkung der Kapitalbasis und der Finanzierung des Wachstums dienen. Die Eigenkapitalquote der Lübecker war im Krisenjahr 2009 unter anderem wegen der millionenschweren Dräger-Medical-Transaktion auf knapp 21% geschmolzen, nachdem sie ein Jahr zuvor noch bei gut einem Drittel gelegen hatte.

“Wir bringen mit den Stammaktien eine Gattung an den Markt, die sich bislang nur in Familienhand befand und öffnen uns bewusst stärker dem Kapitalmarkt. Die Kapitalerhöhung in den Stämmen eröffnet uns neue Möglichkeiten, uns am Kapitalmarkt zu finanzieren, ohne die langfristige Orientierung als börsenorientiertes Familienunternehmen zu verlieren”, sagte der Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger.

Die Familie Dräger, die bislang 100% der Stimmrecht hielt, hält nun nur noch 71,3% der stimmberechtigten Stammaktien der Gesellschaft.