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Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk will 2017 wieder wachsen. - Bild: Dräger

Nach der enttäuschenden Umsatzentwicklung im Vorjahr geht Dräger nun von einer besseren Entwicklung aus. Das Unternehmen plant im Geschäftjahr 2017 beim Umsatz währungsbereinigt zwischen 0 und 3 Prozent zu wachsen. Bei der EBIT-Marge erwartet Dräger einen Wert zwischen 5,0 und 7,0 Prozent für das Gesamtjahr. Dabei ist bereits berücksichtigt, dass das EBIT 2017 durch weiteren Restrukturierungsaufwand von rund 10 Millionen Euro für das Effizienzprogramm "Fit for Growth" belastet ist.

Der Umsatz des Lübecker Unternehmens war 2016 geschrumpft und rutschte um 3,3 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro ab. Dank geringerer Kosten erhöhte der TecDAX-Konzern aber die Ergebnisse: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 136,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die EBIT-Marge stieg entsprechend auf 5,4 Prozent von zuvor 2,6 Prozent. Der Jahresüberschuss nahm auf 81,7 Millionen Euro von 33,3 Millionen Euro im Vorjahr zu.

Im vierten Quartal nahm der Auftragseingang währungsbereinigt um 9,1 Prozent auf 689,6 Millionen Euro zu. Den Umsatz steigerte Dräger währungsbereinigt um 0,7 Prozent auf 819,5 Millionen Euro. Das EBIT stieg auf 108,9 Millionen Euro. Im Vorjahr war das EBIT im vierten Quartal unter anderem von Rückstellungen für Personalmaßnahmen im Rahmen des Effizienzprogramms belastet worden. Die EBIT-Marge belief sich im vierten Quartal auf 13,3 Prozent nach 8,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Konzern schlägt eine unveränderte Dividende von 0,19 Euro je Vorzugsaktie und 0,13 Euro je Stammaktie vor. Die Ausschüttungsquote würde dadurch 4,5 Prozent (2015: 10,9 Prozent) des Konzernjahresüberschusses betragen, nach Abzug der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteilsinhaber. "Erst wenn sich die Ergebnisentwicklung nachhaltig deutlich verbessert und stabilisiert hat, wird Dräger über eine Anpassung der Ausschüttungspolitik entscheiden", erklärte der Konzern weiter.