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Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kündigte eine umfassende Aufklärung des Abgasskandals an. - Bild: VW

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Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. - Bild: Universität Duisburg-Essen

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte, VW-Chef Martin Winterkorn sei der direkte Verantwortliche für Forschung und Entwicklung. Deshalb müsse er entweder von den Manipulationen gewusst haben, oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff. "In beiden Fällen würde ich sagen, dass Winterkorn an der Konzernspitze nicht mehr tragbar ist", sagte der Auto-Experte in der Frankfurter Rundschau.

"Wenn ein Weltkonzern auf einem so wichtigen Markt wie dem nordamerikanischen die Werte manipuliert, dann sollte dringend überprüft werden, ob das nicht auch bei uns geschehen ist", sagt der Professor von der Universität Duisburg Essen. Der Skandal sei für VW eine "Imagekatastrophe par exellence".

Die US-Umweltbehörde wirft Volkswagen vor, mit einer Software Vorgaben zur Luftverschmutzung umgangen zu haben. Zulässige Abgaswerte wurden demnach nur bei Tests, nicht jedoch im Fahrbetrieb eingehalten. Seit 2008 wurde demnach in fast einer halben Million Autos die beanstandete Software installiert.