Bei Umsatz und Auftragseingang könne der Automobilzulieferer "aus heutiger Sicht ... bei beiden

Bei Umsatz und Auftragseingang könne der Automobilzulieferer "aus heutiger Sicht ... bei beiden Kennzahlen das obere Ende des Zielkorridors" erreichen, sagte Konzernchef Ralf Dieter am Donnerstag. - Bild: Dürr

Dürr sieht sich auf Kurs und blickt deshalb etwas zuversichtlicher auf die angestrebten Jahresziele. Für China bleibt das Unternehmen weiter optimistisch.

Bei Umsatz und Auftragseingang könne der Automobilzulieferer “aus heutiger Sicht … bei beiden Kennzahlen das obere Ende des Zielkorridors” erreichen, sagte Konzernchef Ralf Dieter am Donnerstag.

Zu Beginn des Jahres hatte der Spezialist für Lackieranlagen einen Umsatz zwischen 3,4 bis 3,5 Milliarden, sowie einen Ordereingang von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro prognostiziert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll nach rund 221 Millionen Euro im vergangenen Jahr weiterhin im zweistelligen Millionenbereich zulegen. Die Marge soll nach Sondereffekten zwischen 7 und 7,5 Prozent erreichen.

Im zweiten Quartal profitierte das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen von guten Geschäften in Nordamerika und China. Auch die seit Oktober vergangenen Jahres voll konsolidierte Homag-Gruppe trug zum Wachstum bei. Konzernweit stieg der Umsatz im zweiten Quartal deshalb auf 924,4 Millionen nach 522,2 Millionen im Vorjahr. Das EBIT stieg auf 60,5 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 45 Millionen. Nach Steuern verblieben noch 36,5 Millionen Euro, nach 28,7 Millionen im Jahr zuvor.

China: Marktwachstum von sechs Prozent im Fokus

Bis 2019 erwartet Dürr in China ein Marktwachstum von sechs Prozent jährlich auf 30 Millionen Fahrzeuge, während in Europa und Amerika der Pkw-Absatz bei einem jährlichen Plus von vier Prozent auf jeweils rund 24 Millionen Pkw steigen soll.

Zuvor von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit einem höheren Auftragseingang und einem geringeren Umsatz gerechnet. Der operative Gewinn lag auf dem geschätzten Niveau, das Nachsteuerergebnis blieb leicht unter den Erwartungen.

Das Ergebnis wurde jedoch auch im zweiten Quartal noch durch Sondereffekte aus der Homag-Übernahme belastet. Bereinigt um diese Sondereffekte lag das EBIT im vergangenen Quartal bei 67,1 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr sollen die Sondereffekte weiter abnehmen, hieß es in der Mitteilung.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht