Trotz der Probleme an den Finanzmärkten und abgeschwächter Konjunkturerwartungen sieht Dürr

Trotz der Probleme an den Finanzmärkten und abgeschwächter Konjunkturerwartungen sieht Dürr derzeit noch keine Anzeichen für einen Nachfragerückgang in der Automobilindustrie (Bild: Dürr).

BIETIGHEIM-BISSINGEN (Dow Jones/ks)–Dank der guten Konjunktur sei der Auftragseingang bis September auf 2,066 Mrd Euro und damit um +88% gestiegen, teilte die Dürr AG am Dienstag mit. Damit wurde die für das Gesamtjahr 2011 angepeilte Marke von rund 2,0 Mrd Euro nach neun Monaten bereits überschritten. In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 9,9 Mio hinnehmen müssen.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten auf 1,307 Mrd Euro, ein Plus von 53%. Das dritte Quartal war mit 524 Mio Euro der bisher umsatzstärkste Jahresabschnitt (+56% gegenüber Q3 2010). Das EBIT erhöhte sich auf 62 Mio Euro, mit 29 Mio Euro entfiel knapp die Hälfte davon auf das dritte Quartal (Q3 2010: 13,2 Mio Euro).

Mit einer EBIT-Marge von 4,7% für die ersten neun Monate übertraf Dürr die Jahresprognose, die bislang mit 4,0% bis 4,5% angegeben war.

Mit einer Reihe von Großaufträgen, unter anderem aus China und Mexiko, profitierte Dürr auch im dritten Quartal von den anhaltend hohen Investitionen der Automobilindustrie in den Emerging Markets. Im Gesamtjahr 2011 sollen über 65% des Auftragseingangs auf die Schwellenländer entfallen, allein China dürfte knapp 40% beisteuern.

Nach dem starken dritten Quartal erhöhte Dürr die Prognose für das Gesamtjahr 2011: Der Auftragseingang soll nun bei rund 2,5 Mrd Euro liegen. Der Umsatz soll 2011 1,8 Mrd statt wie bisher 1,75 Mrd Euro erreichen. Die EBIT-Marge soll sich statt der bisher erwarteten 4,0% bis 4,5% auf rund 5,0% belaufen. Das Nachsteuerergebnis soll infolge eines verbesserten Finanzergebnisses und einer rückläufigen Steuerquote überproportional zulegen.

Trotz der Probleme an den Finanzmärkten und abgeschwächter Konjunkturerwartungen sieht Dürr derzeit noch keine Anzeichen für einen Nachfragerückgang in der Automobilindustrie; die Projektanfragen bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau.