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Im Zukunftsbereich Elektromobilität suchen die großen Unternehmen zunehmend den Schulterschluss. - Bild: VW

Dafür steigt Europas größter Autokonzern bei der Berliner Hubject als siebter Gesellschafter ein.

Die Wolfsburger bezeichneten die Beteiligung am Donnerstag als strategische Beteiligung. Die digitale Vernetzung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie der Ausbau und die Internationalisierung der Hubject GmbH solle gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern vorangetrieben werden, so VW. Finanzielle Details nannte das Unternehmen nicht.

Hubject wurde 2012 gegründet und geht auf die Initiative von BMW, Daimler, Innogy, ENBW sowie Bosch und Siemens zurück. Die sogenannte eRoaming-Plattform des Unternehmens vernetzt Ladestationsbetreiber und Fahrstromanbieter, um Autofahrern Zugang zu Ladeinfrastruktur zu ermöglichen. Hubject selbst betreibt dabei keine Ladestationen, sondern ermöglicht über das Ladenetzwerk den Datenaustausch.

Mit VW steigt bei den Berlinern ein weiteres Schwergewicht der Branche ein. Der DAX-Konzern will bis 2025 insgesamt 30 neue Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen.

"Mit unseren inzwischen sieben starken Gesellschaftern aus drei Branchen haben wir die ideale Basis, unseren Wachstumskurs in der Elektromobilität konsequent fortzusetzen", wird Hubject-Geschäftsführer Christian Hahn in der Mitteilung zitiert. "Weiterhin sind wir auch zukünftig offen für neue internationale Gesellschafter."

BMW und Daimler planen angeblich Fusion ihrer Carsharing-Dienste

BMW und Daimler planen nach einem Bericht des "Manager Magazins" eine Fusion ihrer Mobilitätsdienstleister DriveNow und Car2Go. Die Carsharing-Anbieter sollten zu einer "gemeinsamen Plattform" zusammengeführt werden, berichtet die Zeitschrift. Die entsprechenden Verhandlungen seien weit gediehen. Sprecher von BMW und der Daimler-Tochter Car2Go lehnten auf Anfrage Stellungnahmen zu dem Bericht ab.

Das Geschäft von Kurzzeitvermietern wie DriveNow und Car2Go gilt in der Automobilbranche als zukunftsträchtig. Entsprechende Angebote will künftig auch der Volkswagen-Konzern mit seiner vor Kurzem gegründeten Tochter Moia machen.