E.ON

E.ON leidet wie seine Konkurrenten unter den sinkenden Großhandelsstrompreisen. - Bild: E.ON

Hohe Abschreibungen sorgten bei dem Energiekonzern in den ersten neun Monaten für ein Minus von 6,1 Milliarden Euro. Die pessimistische Prognose für das Gesamtjahr bestätigte E.ON am Mittwoch. Bei den Vorbereitungen für die Aufspaltung läuft es nach den Worten von Vorstandschef Johannes Teyssen alles nach Plan.

E.ON hatte bereits im September für das dritte Quartal hohe Wertberichtigungen vor allem im Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken angekündigt. Die Abschreibungen beliefen sich auf 8,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Bereinigt um Sondereffekte erzielte der Konzern in den ersten neun Monaten zwar noch einen Gewinn - dieser fiel aber um fast ein Drittel geringer aus als im Vorjahr. Das nachhaltige Nettoergebnis sank von 1,37 Milliarden Euro auf 962 Millionen Euro. Der Rückgang war etwas deutlicher als erwartet: Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis von 983 Millionen Euro gerechnet.

Sinkende Großhandelsstrompreise

E.ON leidet wie seine Konkurrenten unter den sinkenden Großhandelsstrompreisen und verdient mit seinem konventionellen Kraftwerken immer weniger. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank in der Zeit von Januar bis September um 18 Prozent auf 5,36 Milliarden Euro.

Angesichts der Schwierigkeiten auf den Strommärkten hatte E.ON im vergangenen Jahr beschlossen, sich in zwei Teile aufzuspalten. Das Geschäft mit Kohle- und Gaskraftwerken soll im Januar in die neue Gesellschaft Uniper ausgelagert werden. "Wir gehen mit der operativen Trennung der Aktivitäten auf die Zielgerade" sagte E.ON-Chef Teyssen.

Für das laufende Jahr rechnet E.ON weiterhin mit einem Rückgang des bereinigten EBITDA um bis zu 16 Prozent auf 7 bis 7,6 Milliarden Euro. Das nachhaltige Konzernergebnis wird nach der Prognose des Konzerns bei 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr hatte die Kennzahl 1,61 Milliarden Euro betragen. E.ON bestätigte zudem die Absicht, für das Jahr 2015 eine feste Dividende von 50 Cent je Aktie zu zahlen.