Endmontage des Airbus A320 in Hamburg: Der deutsche Staat kommt aller Voraussicht nach nicht um eine

Endmontage des Airbus A320 in Hamburg: Der deutsche Staat kommt aller Voraussicht nach nicht um eine Beteiligung an EADS nicht herum (Bild: Airbus).

LONDON (Dow Jones/ks)–Ein Regierungsvertreter habe eingeräumt, dass es aussichtslos sei, einen Käufer zu finden, berichtet die “Financial Times” am Sonntag auf ihrer Webseite. Die Regierung habe jüngst ihre Suche nach einem Käufer ausgeweitet und auch bei Finanzinvestoren deren Interesse abgefragt. Das sei aber erfolglos geblieben. Selbst in der FDP, die bislang gegen eine Staatsbeteiligung bei EADS war, habe ein hochrangiges Mitglied laut FT eingestanden, dass die “KfW-Option” die nun wahrscheinlichste Lösung sei.

Die staatliche Entwicklungsbank KfW wäre das Vehikel, mit dem die Regierung ihre Beteiligung an der European Aeronautic Defence & Space Co (EADS) übernehmen würde. Daimler hatte im Februar angekündigt, sich von ihrem Anteil trennen zu wollen. Damit sich das Machtverhältnis deutscher und französischer Anteilseigner nicht verschiebt, muss ein Käufer aus Deutschland für die Beteiligung gefunden werden.

Die KfW würde laut dem Bericht für 2,5 Mrd Euro zunächst 7,5% des EADS-Kapitals übernehmen und weitere 7,5% im kommenden Jahr, wenn Daimler sich von diesem zweiten Aktienpaket trennen will. Ein dritter Teil der Daimler-Beteiligung liegt derzeit noch bei Banken, die das Recht haben, die Anteile nächstes Jahr an Daimler zurückzuverkaufen. Was mit diesen Aktien passieren soll, geht aus dem Bericht nicht hervor.