A350-900

Ein A350-900 in der Airbus-Werkshalle in Toulouse. - Bild: Airbus

Das bestätigte ein Airbus-Sprecher gegenüber Dow Jones Newswires. Die Zeitung Die Welt hatte zuerst über die Warnung berichtet.

Die EU-Behörde gibt fast täglich Sicherheitswarnungen für irgendeine Schwachstelle an einem Modell ab. Wie hoch das Risiko tatsächlich ist, lasse sich daraus aber nicht ablesen, schreibt die Zeitung.

Warnungen der höchsten Stufe seien daher selten - sorgten dann aber auch für die nötige Aufmerksamkeit bei den Technikern und Piloten der Airlines. Auslöser für die Warnung ist laut Angaben der EASA ein jüngst aufgetretener Überhitzungsfehler an einer Hydraulikpumpe eines A350-941.

Bei dem neuen Großraumflugzeug A350 befinde sich das Kühlsystem für die Hydraulikflüssigkeit in den Treibstofftanks. Bei einem Ausfall der Pumpe könne die Temperatur der Hydraulikflüssigkeit schnell ansteigen. Wenn dies dann nicht erkannt oder abgestellt werde und zudem ein spezielles Sicherungssystem (FTIS) gegen Treibstoffexplosionen nicht aktiv sei, bestehe das Risiko einer Zündung des explosiven Gemisches.

Wie der Airbus-Sprecher weiter sagte, wurde die Warnung der EASA in Zusammenarbeit mit dem Hersteller herausgegeben. Sie gelte vorsorglich für alle Modelle der A350-900-Familie. Die 14 Airlines, die die rund 100 bereits ausgelieferten Maschinen in Betrieb haben, seien bereits detailliert informiert. "Sicherheit hat für uns oberste Priorität", betonte er.

Abhilfe werde ein Software-Update schaffen, das derzeit im Simulator getestet werde. Über eventuelle Änderungen am Design der Maschine könne noch keine Auskunft gegeben werden.