Eberspächer, Vecture Inc., Übernahme, Batteriemanagement

Eberspächer erweitert durch den Kauf von Vecture sein Fahrzeugelektronik-Portfolio. - Bild: Eberspächer

Der Esslinger Automobilzulieferer Eberspächer hat die Mehrheit beim kanadischen Unternehmen Vecture Inc. übernommen, um sich bei Batteriemanagement-Systemen zu verstärken. Das Gemeinschaftsunternehmen Eberspächer Vecture Inc. soll das Wachstum und die weitere Entwicklung im stark wachsenden Energiespeichermarkt fördern.

Eberspächer will sein Lieferprogramm für Superkondensatoren-Systeme ausbauen
„Wir sehen große Chancen in der Lithium-Ionen-Batterietechnologie“, sagte der Geschäftsführer von Eberspächer Automotive Controls, Dr. Dirk Walliser. Mit der langjährigen Erfahrung und Expertise von Vecture könnten sie bessere Lösungen für das Batteriemanagement von Fahrzeugen anbieten und ihr Lieferprogramm für Superkondensatoren-Systeme erweitern. „Dabei haben wir das Energiemanagement von 12-, 24- und 48-Volt-Bordnetzen sowie von hochautomatisierten Fahrzeugen und für Mild-Hybridfunktionen im Blick“, erläuterte der Geschäftsführer von Eberspächer.

Batteriemanagement-Systeme (BMS) sind notwendig, um den Ladezustand von Batterien zu überwachen, vor Überladung beziehungsweise Überhitzung sowie abweichenden Spannungslagen zu schützen und die Batterielebensdauer zu optimieren. Die BMS kommen sowohl in tragbaren Anwendungen wie Notebooks und Nachtsichtgeräten als auch in mobilen Lösungen zum Einsatz. Dazu zählen Speichersysteme zum Beispiel in Bau-, Rettungs- und Flurförderfahrzeugen.

In der Fahrzeugtechnik sind BMS als Teil des gesamten Energiespeichersystems  die Schnittstelle zwischen dem Fahrzeug und den in der Batterie verbauten elektronischen Komponenten. Über ein BMS werden Funktionen gesteuert, die für die aktuellen Betriebszustände des Fahrzeugs nötig sind, zum Beispiel bei technischen Verfahren zur Energierückgewinnung, der Bordnetzstabilisierung sowie der Schutzabschaltung.

Eberspächer wird 80 % der Anteile von Vecture halten. Die Vecture-Gründer behalten 20 % der Anteile und sollen sich weiterhin an der Führung des Joint-Venture beteiligen. Gemeinsam sollen die Aktivitäten in der Medizintechnik und bei Industrieanwendungen ausgebaut werden.