"Die Ausfuhren nach Russland sacken weiter ab", stellte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann

"Die Ausfuhren nach Russland sacken weiter ab", stellte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann fest. -Bild: ZVEI

Die Auseinandersetzungen mit Russland führen dazu, dass die Exporte der deutschen Elektroindustrie nach Russland nochmals zurückgehen. “Die Ausfuhren nach Russland sacken weiter ab”, sagte der ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. “Mit 220,7 Millionen Euro verfehlten sie ihr Vorjahreslevel im April nochmals um 40,2 Prozent.”

Generell stiegen im April 2015 die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf 13,5 Mrd Euro. “Damit bleiben die Exporte auf Wachstumskurs, obgleich sich das Tempo gegenüber der Entwicklung im ersten Quartal etwas verlangsamt hat”, so Gontermann. “Von Januar bis April lagen die deutschen Elektroausfuhren mit 56,7 Mrd Euro um 7,2 Prozent höher als vor einem Jahr.”

Noch dynamischer entwickelten sich die Elektro-Importe. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland zogen im April (13,2 % gegenüber Vorjahr auf 12,5 Mrd Euro) als auch von Januar bis April (12,2% auf 51,6 Mrd Euro) zweistellig an.

Die Branchenexporte in Drittländer (außerhalb der Eurozone) haben ihren Vorjahreswert im April mit 9,3 Mrd Euro um 6,9 % übertroffen. Die Ausfuhren in die USA stiegen kräftig um 18 % auf 1,3 Mrd Euro. “Sie waren wieder höher als die Exporte nach China, die hier nur um 2,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Eurro zulegen konnten”, berichtete Gontermann.

Gunnar Knüpffer