Manz Zentrale

Der Einstieg der chinesischen Shanghai Electric als Großaktionär bei dem schwäbischen Spezialmaschinenbauer Manz schreitet voran. - Bild: Manz

Die Chinesen wollen sich über eine deutsche Tochter im Zuge einer Kapitalerhöhung mindestens 29,9 Prozent an dem kriselnden Unternehmen aus Reutlingen sichern. Manz hat nach Zustimmung des Aufsichtsrates 2.323.224 neue Aktien ausgeben, was rund 43 Prozent des Grundkapitals entspricht. Die neuen Aktien wurden den Aktionären bis zum 19. Mai zum Bezug angeboten. Für jeweils sieben alte Aktien konnten drei neue Aktien bezogen werden. Der Bezugspreis je neuer Aktie lag bei je 34,74 Euro.

Die Manz-Altaktionäre Dieter Manz und Ulrike Manz hatten Ende Februar mitgeteilt, ihre Bezugsrechte für die neuen Aktien nicht auszuüben, sondern sie auf die Shanghai Electric Germany Holding GmbH zu übertragen. Diese hatte sich zur Ausübung dieser Bezugsrechte verpflichtet. Wie Manz am Donnerstagmorgen weiter mitteilte, habe Shanghai Electric Germany die auf sie von dem Ehepaar Manz übertragenen Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt 906.662 neuen Aktien ausgeübt. Der Vorstand der Manz AG geht daher "weiterhin davon aus, dass die Kapitalerhöhung wie geplant durchgeführt werden kann".

Manz, die auf die Geschäftsfelder Electronic Devices & Components, Solar, Energy Storage und New Business kommt, hat im vergangenen Jahr die konjunkturelle Abkühlung in China sowie die Entwicklungen an den chinesischen Kapitalmärkten zu spüren bekommen und rote Zahlen geschrieben. Belastet wurde das Geschäft von signifikanten Auftragsverschiebungen in den Geschäftsbereichen Energy Storage und Electronics. Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, hat das ehemalige TecDax-Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet.