Bild: Matthias Krüttgen - Fotolia.com

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FRANKFURT (ks). Mit einem Ausfuhrvolumen von 14 Mrd Euro exportierte die deutsche Elektroindustrie im November 2010 26% mehr als ein Jahr zuvor. „Noch nie zuvor wurden in einem November höhere Exporterlöse erzielt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Von Januar bis November des vergangenen Jahres beliefen sich die Branchenexporte auf insgesamt 131 Mrd Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 24%. Damit dürfte der 2008-er Vor-Krisen-Exportwert von 144 Mrd Euro bereits 2010 wieder übertroffen worden sein.

Mit einem Zuwachs von 30% auf ein Volumen von 13 Mrd Euro haben auch die Elektroimporte ihr Vorjahresniveau im November deutlich übertroffen. Kumuliert von Januar bis November summierten sie sich auf 119 Mrd Euro – ein Plus von 29% gegenüber Vorjahr.

„Die derzeitige große konjunkturelle Kluft innerhalb der Eurozone spiegelt sich auch im Export der deutschen Elektroindustrie wider“, betonte Dr. Gontermann. Während die Elektroausfuhren in den gesamten Euroraum zwischen Januar und November 2010 um 24% gestiegen sind, konnte in den PIGS-Ländern (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) lediglich 12% mehr abgesetzt werden als im Jahr davor. Die Exporte nach Irland stiegen nur um 7%, die nach Portugal um gerade einmal 1%.

67% der Ausfuhren der Elektroindustrie gehen nach Gesamteuropa, 57% in die EU, 36% in die Eurozone und 6% in die PIGS-Länder. Nach China haben die deutschen Elektroexporte im November 2010 um 47% gegenüber Vorjahr zugelegt und ein Volumen von knapp einer Mrd. Euro erreicht. Zwischen Januar und November sind sie um 45% auf 9 Mrd Euro gestiegen. Die Branchenausfuhren ins Reich der Mitte machen mittlerweile fast 7% der gesamten Elektroexporte aus. Damit ist China das drittwichtigste Abnehmerland – nach Frankreich und den USA. „Den Sprung auf Platz eins dürfte das Land schon 2011 schaffen“, sagte Dr. Gontermann.