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Dr. Andreas Gontermann, ZVEI: „Kräftige Rückgänge verzeichneten erneut die Ausfuhren nach Russland mit -30,1 % auf 241 Mio Euro.“ - Bild: ZVEI

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im Juni zweistellig gewachsen. Sie stiegen um 13,8 % im Vergleich zum Vorjahr auf 14,9 Mrd Euro.  Im 1. Halbjahr summierten sich die Exporte auf 85,9 Mrd Euro. „Das Plus von 8,2 Prozent gegenüber Vorjahr markiert dabei den höchsten Halbjahres-Zuwachs seit 2011“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI.

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland waren im Juni mit 12,8 Mrd Euro 17,2 % höher als im Vorjahr. Im 1. Halbjahr wuchsen sie um 12,4 % auf 77,2 Mrd Euro und damit stärker als die Ausfuhren.

Die meisten Elektroexporte gingen im Juni erneut in die USA. Mit 1,4 Mrd Euro lagen sie 27,7 % über denen im Vorjahr.
Noch kräftiger stiegen die Ausfuhren nach Schweden (32,6 % auf 402 Mio Euro), Mexiko (31,6 % auf 150 Mio Euro), Polen (29,8 % auf 600 Mio Euro) und Finnland (28,8 % auf 121 Mio Euro).

Deutlich geringere Zuwächse erzielten die Elektroausfuhren nach China. „Allerdings gab es nach dem Rückgang im Vormonat im Juni wieder einen moderaten Anstieg um 3,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,3 Mrd Euro“, so Dr. Gontermann. Die Exporte in die Eurozone stiegen um 11,2 % auf 4,6 Mrd Euro.

Kräftige Rückgänge verzeichneten im Juni erneut die Branchenausfuhren nach Russland mit -30,1 % auf 241 Mio Euro. Auch die Exporte nach Griechenland nahmen im Juni weiter ab. Mit 44 Mio Euro verfehlten sie ihr Vorjahresniveau um 16,5 %.