Die Rückgänge bei den Aufträgen in der Elektroindustrie sind zu einem großen Teil auf

Die Rückgänge bei den Aufträgen in der Elektroindustrie sind zu einem großen Teil auf Großaufträge zurückzuführen, so der ZVEI (Bild: BildPix.de - Fotolia.com).

BERLIN (ks).  Die Inlandsorders gaben um 6% und die Auslandsorders um 7% nach. „Zwar sind die Bestellungen damit zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Jahressicht zurückgegangen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Allerdings haben Sondereffekte bei den typischerweise von Großaufträgen geprägten Schienenfahrzeugen das Ergebnis stark beeinflusst.“ Kumuliert von Januar bis Oktober dieses Jahres sind die Auftragseingänge um 10% gegenüber Vorjahr gestiegen. Aus dem Inland kamen dabei 14% und aus dem Ausland 6% mehr Bestellungen als vor einem Jahr.

Die preisbereinigte Produktion der Elektrounternehmen ist im Oktober um 6% gegenüber Vorjahr gewachsen. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober 2011 lag der Branchenoutput 15% höher als vor einem Jahr.

Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten und Systemen hat seinen Vorjahresstand im Oktober um 3% unterschritten. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres lagen die Erlöse 8% im Plus.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im November weiter zurückgegangen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für das nächste halbe Jahr sind gegenüber Oktober herabgesetzt worden.

„Die Bewertung der gegenwärtigen Lage befindet sich per Saldo aber noch deutlich im Plus“, sagte Dr. Gontermann. 41% der Elektrofirmen schätzen ihre aktuelle Situation als gut bzw. sehr gut ein, 46% als stabil und nur 13% als schlecht. „Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind unter dem Strich indessen zwischenzeitlich unter die Null-Linie gefallen“, so Dr. Gontermann.