Klaus Mittelbach, ZVEI, Prognose, Elektroindustrie, Umsatz, 2017

„Der Rekord-Branchenumsatz von 182 Milliarden Euro von 2008 sollte Ende dieses Jahres endlich wieder erreicht sein“, sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. - Bild: ZVEI

Der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie) blickt optimistisch in das Jahr 2017. Erwartet wird, dass die preisbereinigte Produktion der Branche um 1,5 Prozent wachsen wird. „Der Rekord-Branchenumsatz von 182 Milliarden Euro von 2008 sollte Ende dieses Jahres endlich wieder erreicht sein“, sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Verbands.

Mehr denn je gehe es darum, die Errungenschaften des Freihandels und des europäischen Binnenmarkts zu sichern. „In Phasen von großer Verunsicherung ist es wichtig, sich zu besinnen, dass offene Märkte und technologischer Fortschritt elementare Treiber von Wachstum und Wohlstand sind“, so Dr. Mittelbach.

Die Produktion der Elektroindustriewuchs wuchs von Januar bis November 2016 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz – der auch Dienstleistungen und Software umfasst sowie vor allem auch Währungseinflüssen unterliegt – nahm um deutlich geringere 0,3 Prozent auf 162,3 Milliarden Euro zu.

Branchenausfuhren nehmen zu

Von Januar bis November 2016 nahmen die gesamten Branchenausfuhren um 4,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 166,5 Milliarden Euro zu. Damit steht die Elektroindustrie weiterhin für ein Siebtel aller deutschen Ausfuhren.

Die meisten Exporte gingen wie auch 2015 in die USA, dicht gefolgt von China auf dem zweiten Platz. Während die Ausfuhren in die USA um moderate 1,6 Prozent stiegen, legten sie nach China mit plus 7,9 Prozent zu. Mit 103,3 Milliarden Euro (plus 5 Prozent) wurden immer noch zwei Drittel aller Branchenausfuhren in Europa abgesetzt.