2011 ist für die Ausrüster der Elektronikindustrie ein sehr gutes Jahr. Die Ausichten für

2011 ist für die Ausrüster der Elektronikindustrie ein sehr gutes Jahr. Die Ausichten für nächstes Jahr sind hingegen nicht so gut. Bild: Epcos

FRANKFURT (ilk). Die Stimmung trägt nun aber nicht mehr bis 2012: Im Mittel sehen die Firmen Stagnation, dabei bewegt sich das Streuband der Antworten zwischen -10 % und +10 %. „Wir sehen die wachsende Unsicherheit der Branche, die stark vom Geschehen auf dem Weltmarkt abhängt. Ein solides Wachstum der Weltwirtschaft befördert immer auch Investitionen in Ausrüstungen für Elektronikfabriken“, weiß Rainer Kurtz, Geschäftsführender Gesellschafter der Ersa GmbH und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic. „Doch trotz Schulden- und Eurokrise ist das Geschäft im Vergleich zu 2009 erstaunlich robust“. Nahezu 50 % der Firmen meldet eine Verschlechterung der Auftragssituation zum Vorjahr. Das kommt nicht unerwartet, denn die Orders überschritten bereits zur Mitte des Jahres 2010 das Vorkrisen-Niveau. Immerhin ein Viertel der Befragten meldet eine bessere Auftragslage. Der Auftragsbestand sinkt auf 3,3 Produktionsmonate, dem langjährigen Durchschnitt für die Elektronik-Maschinenbauer. Die Beschäftigtensituation wird sich nicht wesentlich verändern. Melden die Firmen zur Zeit noch zu 37 % Überstunden, sinkt dieser Wert in der Planung nur auf 25 %. Kurzarbeit spielt auch in der absehbaren Zukunft für über 97 % der Melder keine Rolle. „Die Ergebnisse spiegeln unsere Erwartungen. Die Elektronik-Maschinenbauer sind in ganz unterschiedlichen Kundenbranchen unterwegs, die derzeit zum Teil gegenläufig sind. Während die Photovoltaik zum Beispiel gerade unter Überkapazitäten ächzt, erlebt unsere Branche von Kunden aus Elektromobilität und Leistungselektronik wachsendes Interesse“, erklärt Kurtz. „Für die Branche war es schon immer wichtig, zu diversifizieren. Wir müssen neue Wellen reiten. VDMA hilft dabei, neue Trends zu erkennen“, so Kurtz weiter.

„Deswegen hat der VDMA mit der Gründung des Industriekreises Batterieproduktion im Forum E-Motive wieder neu investiert“, berichtet Dr. Eric Maiser, stellvertretender Geschäftsführer von VDMA Productronic. „Nach der VDMA-Roland Berger Studie und unserem Auftaktevent ist die Messe Productronica die nächste große Gelegenheit, bei der wir den Batterie-Maschinenbau darstellen: Unser Film zur Branche hat bei TV und Medien bereits großes Interesse hervorgerufen“, freut sich Maiser. Die Sonderschau „Batterieproduktion und Leistungselektronik“ sowie der begleitende Highlight-Tag auf der Messe ergänzen die Aktivitäten. Weitere Highlight-Themen wie Organische und gedruckte Elektronik sowie Fertigungssoftware und Automatisierung werden ebenfalls von VDMA mit in Szene gesetzt.