US-Finanzinvestor Paul Singer ist mit seinem Hedgefonds Elliott bei den Autobauern Hyundai und Kia eingestiegen

US-Finanzinvestor Paul Singer ist mit seinem Hedgefonds Elliott bei den Autobauern Hyundai und Kia eingestiegen. - Bild: World Economic Forum/Wikimedia/CC by SA 2.0

Elliott begrüße es, dass der Autobauer erste Schritte zu einer besseren Konzernstruktur in Angriff genommen habe. Das Management solle jedoch mehr tun und einen detaillierten Fahrplan für eine bessere Führung und mehr Ausschüttungen an die Investoren bei den Unternehmen vorlegen. Der Hedgefonds will sich demzufolge in Gesprächen mit dem Management auch direkt einbringen.

Das komplexe Geflecht um den Hyundai-Konzern soll nach dem Willen der Gründerfamilie Chung entworren werden, wie es andere südkoreanische Konglomerate wie etwa Samsung bereits vorgemacht haben. Lange Zeit hatte es von Aktionären entsprechende Kritik wegen mutmaßlich fehlender Transparenz gegeben. Das Konzerngebilde reicht von Stahl- bis zur Autoproduktion und hat zusammen einen Marktwert von über 70 Milliarden Euro.

Hyundai hatte zuletzt ohnehin einen schweren Stand auch im Tagesgeschäft. In den vergangenen drei Jahren hat der Autobauer seine Absatzziele verfehlt. In China belasteten zuletzt Produktionsstops infolge von Lieferunterbrechungen, in den USA kann der Hersteller bei den dort gefragten SUVs nicht richtig punkten.

Der umtriebige US-Investor Singer gilt als geübt darin, bei Unternehmen einzusteigen, die gerade umgebaut oder übernommen werden sollen, um daraus Kapital zu schlagen. Zuletzt mischte er unter anderem beim Verkauf des deutschen Medikamentenherstellers Stada mit, auch bei der kriselnden Telecom Italia macht er mit lautstarken Forderungen von sich reden.