Künstliiche Intelligenz

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Streit der Visionäre: Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) spalten sich im Silicon Valley offenbar die Geister. Während der Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk Bedenken hat, dass neue Formen Künstlicher Intelligenz die Menschheit bedrohen und staaltliche Regulierung fordert, erklärt Facebook-Chef Mark Zuckerberg diese Sorgen zur „unverantwortlichen Angstmacherei“.

Vor Musk haben schon viele weitere Denker und Unternehmer vor den Gefahren von KI gewarnt, darunter auch Microsoft-Chef Bill Gates oder der Starphysiker Stephen Hawking. Er sagte: „Die Internet-Unternehmen müssen viel mehr machen, um dieser Gefahr zu entgehen.“

Nach Einschätzung von Roland Berger-CEO Charles-Edouard Bouée basiert der Zwist zwischen den Tech-Managern Musk und Zuckerberg in erster Linie auf unterschiedliche Zeitperspektiven, so dass ihre Aussagen nicht vergleichbar seien: "Wenn Mark Zuckerberg vom positiven Potenzial künstlicher Intelligenz spricht, hat er die kommenden zehn Jahre im Blick. Ich gehe davon aus, dass die KI in diesem Zeitraum ihr 'Goldenes Zeitalter' erleben wird – als Grundlage einer ganz neuen Industrie und Motor der gesamten Wirtschaft", erklärt Bouée. 

In einem deutlich längeren Zeithorizont, etwa auf Sicht von 20 Jahren, wenn KI in Wirtschaft und Gesellschaft eine immer größere Rolle spiele, seien kritische Fragen aber durchaus erlaubt. "Es sind diese Risiken, vor denen Elon Musk warnt – auch auf die Gefahr hin, dass seine Warnungen als Unkenrufe verunglimpft werden."

Spätestens ab dem Jahr 2038 ahr 2038 werde es nicht mehr übertrieben sein, von einer Zivilisation der Maschinen in folgendem Sinne zu sprechen: "Vernetzte Computer organisieren das Leben der Menschen und nehmen ihnen eine Reihe von Entscheidungen ab. Maschinen werden sogar in der Lage sein, die menschliche Sprache zu beherrschen", erwartet Bouée.