Elon Musk SpaceX

Elon Musk will andere Planeten mit Menschen besiedeln. - Bild: SpaceX

Das sagte der SpaceX- und Tesla-Chef am Dienstag (Ortszeit) bei einem Raumfahrtkongress im mexikanischen Guadalajara. Die Raumschiffe sollen demnach Platz für hundert Passagiere bieten - für einen Preis von 100.000 Dollar (89.000 Euro) pro Person.

Aus ersten "Erkundungsmissionen" auf dem Mars könne irgendwann eine richtige "Stadt" werden, sagte der Multimilliardär, der sein Konzept eines interplanetaren Transportsystems mit einem futuristischen Video vorstellte. Es funktioniert mit wiederverwendbaren Trägerraketen, der Treibstoff soll teilweise auf dem Mars hergestellt werden.

In den Raumschiffen soll es Kabinen, ein Restaurant, ein Kino und Spiele in der Schwerelosigkeit geben. Die Reise zum Mars müsse "Spaß machen oder aufregend sein", sagte Musk. "Es darf sich nicht beengt oder langweilig anfühlen." Den Ticketpreis will Musk mit der Zeit von zunächst 200.000 auf 100.000 Dollar drücken, um die Reise "für jeden erschwinglich zu machen".

Der Multimilliardär räumte ein, dass die Reise auch tödlich enden könne. Die ersten Flüge zum Mars würden "wirklich sehr gefährlich". Das Risiko eines tödlichen Unfalls sei "sehr hoch". "Daran führt aber kein Weg vorbei", sagte der Unternehmer. Interessenten müssten sich die Frage stellen, ob sie bereit seien zu sterben. "Wenn das für Dich in Ordnung geht, dann bist Du ein Kandidat für den Flug."

Musk ist nach eigenen Angaben "optimistisch", dass das erste Mars-Raumschiff im Jahr 2024 starten und den Roten Planeten im darauffolgenden Jahr erreichen kann. Um die Mission vorzubereiten, soll bereits 2018 eine unbemannte Dragon-Kapsel zum Mars fliegen.

SpaceX führt mit seinem Raumtransporter Dragon bereits seit 2012 Versorgungsflüge im Auftrag der Nasa zur Internationalen Raumstation (ISS) aus. Mittlerweile ist es dem Unternehmen auch gelungen, Trägerraketen unbeschadet aus dem Weltall zurückkehren zu lassen.

Damit sollen die Kosten der Raketen reduziert werden. Bei anderen Raketentypen stürzt die Trägerrakete ins Meer, nachdem sie die Transportkapsel auf den Weg ins All gebracht hat. SpaceX arbeitet zudem bereits an der Entwicklung eines Raumtransporters für die Beförderung von Astronauten ins Weltall.

Mit Material von Dow Jones Newswires.

Von Zip2 bis Solar Citiy - die Unternehmen von Elon Musk

Zip2

Als das Internet massentauglich wurde, gründeten Elon Musk und sein Bruder Kimbal die Firma Zip2, ein durchsuchbares Firmenverzeichnis. Große Zeitungsverlage schlossen mit dem Start-up Verträge ab. 1999 übernahm der Computerhersteller Compaq die Firma für gut 300 Mio Dollar, Musk erhielt rund 22 Millionen Dollar.

X.com

Ebenfalls im Jahr 1999 gründete Musk mit dem Großteil des Verkaufserlöses von Zip2 das Start-Up X.Com. Ziel der Firma war der Aufbau einer Online-Bank. Dazu engagierte Musk Programmierer und experimentierte mit radikalen Konzepten. Unter anderem ermöglichte X.Com den Versand von Geld per E-Mail – der Prototyp von Paypal.

PayPal

Wirklich erfolgreich wurde X.Com erst, als sich die Firma mit dem Start-up Confinity zusammenschloss, das den Dienst PayPal entwickelt hatte und mit X.Com konkurrierte. Nach dem Zusammenschluss wurde das Unternehmen PayPal genannt, 2002 übernahm Ebay den Dienst für 5,1 Milliarden Dollar. Musk erhielt davon 165 Millionen Dollar.

SpaceX

Mit dem Geld aus dem PayPal-Verkauf gründete Musk sein Weltraum-Unternehmen SpaceX und begann die Entwicklung einer Rakete, die deutlich günstiger sein sollte als die Modelle der mächtigen Konkurrenz – mit Erfolg, wie sich gezeigt hat. Das erklärte Hauptziel des Unternehmens ist die Errichtung einer Kolonie auf dem Planeten Mars.

Tesla

Das in der Öffentlichkeit bekannteste Musk-Projekt ist der Elektroautobauer Tesla. Zwar gründeten andere die Firma, wirklich innovativ wurde Tesla aber erst 2004, als Musk mit seinem Geld dazu stieß. Neben Autos baut die Firma mittlerweile ein Tankstellennetz, riesige Batteriefabriken sowie Stromspeicher für zu Hause.

Solar City

Die beiden Cousins von Musk, Lyndon und Peter Rive, gründeten 2006 die Firma Solar City, die inzwischen zu den größten Anbietern von Solarzellen in den USA gehört. Elon Musk stieg als Investor ein und ist bis heute größter Anteilseigner. Das Unternehmen arbeitet in Bereichen wie Stromerzeugung und -speicherung mit Tesla und SpaceX zusammen.