Ende April hatte ElringKlinger eine Gewinnwarnung herausgegeben. Seitdem rechnet das Unternehmen im

Ende April hatte ElringKlinger eine Gewinnwarnung herausgegeben. Seitdem rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit einem bereinigten EBIT von rund 165 Millionen Euro statt zuvor genannter 170 bis 180 Millionen. - Bild: ElringKlinger, Dr. Stefan Wolf

ElringKlinger hat im zweiten Quartal zwar die Einnahmen deutlich gesteigert, der Gewinn blieb jedoch hinter den Vorjahreswerten und den Marktschätzungen zurück.

An der bereits nach dem ersten Quartal gesenkten Prognose hält das Unternehmen fest.

Der Automobilzulieferer steigerte die Einnahmen um knapp 14 Prozent auf rund 380 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 38,3 Millionen nach 41,5 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um Kaufpreisallokationen erzielte ElringKlinger einen operativen Gewinn von 39,6 Millionen Euro, 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Steuern und Dritten verblieben noch 21 Millionen Euro im Vergleich zu 28,5 Millionen im Vorjahr.

Analysten hatten dem Unternehmen beim Umsatz mit 375 Millionen Euro weniger, beim Nettoergenis mit 25 Millionen Euro aber deutlich mehr zugetraut.

Ende April hatte ElringKlinger eine Gewinnwarnung herausgegeben. Seitdem rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit einem bereinigten EBIT von rund 165 Millionen Euro statt zuvor genannter 170 bis 180 Millionen. Der Umsatz soll organisch zwischen 5 und 7 Prozent wachsen, bekräftigte der Konzern den Ausblick am Mittwoch. Voraussetzung zur Erfüllung der Gewinnprognose sei ein besseres Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte infolge der eingeleitenen Optimierungsmaßnahmen.

Für die Gewinnwarnung hatte das Unternehmen damals mehrere Gründe angegeben. Der wohl größte Faktor war die unerwartet starke Nachfrage aus der Automobilbranche, allen voran für Produkte im Bereich Abschirmtechnik, was zu zusätzlichen Schichten und Wochenendarbeit geführt habe – und damit zu Mehrkosten. Zum anderen machte dem Unternehmen der starke Schweizer Franken zu schaffen, seitdem die Kopplung an den Euro aufgegeben wurde.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht