DETTINGEN/ERMS (Dow Jones/rm). Von April bis Juni erwirtschaftete der Hersteller von Zylinderköpfen, Spezialdichtungen und Motorentechnik einen Gewinn von 20,6 Mio EUR, wie ElringKlinger am Freitag im schwäbischen Dettingen mitteilte. Das war zweieinhalb Mal so viel wie im schwachen Vorjahreszeitraum und mehr als von Analysten erwartet (17 Mio).

Beflügelt durch die anhaltend große Nachfrage in China und die Rückkehr der US-Kunden in die Autohäuser erwarten die Schwaben im laufenden Jahr nun einen Umsatz zwischen 690 und 710 Mio EUR und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 90 bis 95 Mio EUR. Bisher hatte ElringKlinger nur mit 10% bis 13% mehr Einnahmen, also 637 bis 655 Mio EUR, und mit einem um ein Fünftel bis ein Viertel höheren Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT), also 76 bis 79 Mio EUR, gerechnet.

Im vergangenen Jahr waren die Einnahmen des Zulieferers, der auch Abschirmteile für Motoren, Getriebe und Abgasanlagen baut, um 12% auf 579 Mio EUR gesunken. Das operative Ergebnis schrumpfte gleichermaßen stark auf 63 Mio EUR.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete ElringKlinger nach eigenen Angaben einen Umsatz von 201,0 Mio EUR. Das waren 45% mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Vor Zinsen und Steuern verdoppelte sich der Gewinn (EBIT) der Schwaben auf 31,6 Mio EUR.

ElringKlinger ist nach Einschätzung von Analysten nicht nur wegen der relativ vielen neuen Produkte gut für die Zukunft gerüstet. Das in Dettingen an der Erms ansässige MDAX-Unternehmen bietet zudem Lösungen, die auf Gewichtsreduzierung und Downsizing von Fahrzeugen ausgelegt sind und damit dem wichtigen Zukunftstrend der Emissionsreduzierung dienen.