Leichtbauteile

Für Elringklinger könnte der Großauftrag Einstieg in den stark wachsenden Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten in Leichtbauweise bedeuten. - Bild: ElringKlinger

Der Auftrag habe einen Wert von über 120 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren, teilte das MDAX-Unternehmen am Freitag mit. Zudem lasse die Vereinbarung Raum für ähnliche Vereinbarungen mit anderen Herstellern, so dass ein "beträchtliches Umsatzpotenzial" in den kommenden Jahren bestehe, so ElringKlinger. Mit welchem Autohersteller der Lizenzvertrag abgeschlossen wurde, verriet der Zulieferer allerdings nicht.

Bereits seit dem zweiten Quartal produziert ElringKlinger in Serie Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter aus Polymer-Metall-Hybriden für einen deutschen Premiumhersteller. Zur Herstellung dieser Strukturbauteile komme erstmalig eine sogenannte Hydroform-Hybridtechnologie zum Einsatz, mit der deutliche Gewichtseinsparungen gegenüber der bisher üblichen Stahlvariante realisiert werden könnten, hieß es. Für ElringKlinger bedeute dies den Einstieg in den stark wachsenden Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten in Leichtbauweise.

Die Lizenzvereinbarung ermögliche es ElringKlinger, die Technologie auch weiteren Automobilherstellern anzubieten und biete damit beträchtliches Potenzial für Anschlussaufträge in den kommenden Jahren. Mehrere Kunden hätten bereits Interesse an der neuen Technologie geäußert. Nach Abschluss des Lizenzvertrags werde das Unternehmen zügig in konkrete Verhandlungen mit den interessierten Fahrzeugherstellern einsteigen, so ElringKlinger.