ElringKlinger Produktion

Nach einer zweiten Gewinnwarnung im September legte der Automobilzulieferer ElringKlinger Zahlen für das dritte Quartal vor. - Bild: ElringKlinger

Während der Umsatz gestiegen ist, konnte der Gewinn dem jedoch nicht standhalten.

Insgesamt legten die Einnahmen aufgrund starken Wachstums insbesondere in Nordamerika sowie zahlreicher Neuanläufe im dritten Quartal zwar um 11,8 Prozent auf 366,1 Millionen Euro zu. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokationen (EBIT) fiel jedoch von 42,1 Millionen Euro auf 36,7 Millionen. Unterm Strich verblieben noch 20 Millionen Euro übrig. Im Vorjahr waren es gut 32 Millionen Euro. Zuvor von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten jedoch mit schlechteren Ergebnissen gerechnet.

Zweite Gewinnwarnung in 2015

Denn ElringKlinger hatte Mitte September bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Gewinnwarnung herausgeben. Das größte Problem des Unternehmens ist derzeit das Geschäft mit Produkten der Abschirmtechnik, welches in der Schweiz angesiedelt ist. Eine unerwartet hohe Nachfrage hatte zu Sonder- und Wochenendschichten und dementsprechend deutlich höheren Personalkosten geführt. Zuletzt waren zudem die Kosten für die Logistik gestiegen, da der Konzern zusätzlich auf externe Anbieter angewiesen war. Allein im dritten Quartal stiegen die Kosten deshalb um rund 12 Millionen Euro. Auch im vierten Quartal geht ElringKlinger weiter von Belastungen aus. Das Unternehmen erwartet im Abschlussquartal zusätzliche Sonderkosten von 8 bis 18 Millionen Euro.

An der im September gesenkten Prognose hält ElringKlinger nun jedoch fest. Der organische Umsatz soll weiter zwischen 5 und 7 Prozent wachsen, das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokationen (EBIT) soll zwischen 135 und 145 Millionen Euro erreichen. Zu Beginn des Jahres war der Konzern noch von 170 bis 180 Millionen ausgegangen. Im vergangenen Jahr lag der um Einmaleffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte operative Gewinn (EBIT) bei rund 162 Millionen Euro.