ElringKlinger hat im ersten Quartal nach Steuern und Minderheitsanteilen einen leicht höheren

ElringKlinger hat im ersten Quartal nach Steuern und Minderheitsanteilen einen leicht höheren Gewinn als noch im Vorjahr verzeichnet. - Bild: ElringKlinger

Der MDAX-Konzern hatte bereits Ende April vorläufige Zahlen präsentiert und eine Gewinnwarnung herausgegeben.

Das Unternehmen profitierte in dem Zeitraum einerseits von zahlreichen Neuanläufen sowie vom Geschäft mit Produkten zur CO2-Reduzierung. Zudem ergaben sich zusätzliche Einnahmen aus der erstmaligen Einbeziehung des Getriebekomponentenherstellers M&W Manufacturing, den ElringKlinger übernommen hatte. Seit Mitte Februar wird die Gesellschaft unter neuem Namen in der Bilanz von ElringKlinger voll konsolidiert. Zudem profitierte der Zulieferer wie andere in der Branche stark von positiven Währungseffekten durch den schwachen Euro.

Belastungen führen zu Gewinnwarnung

Das Ergebnis wurde jedoch durch verschiedene Faktoren belastet, was zu der Gewinnwarnung führte. Konzernchef Stefan Wolf hatte schon Ende April in einer Telefonkonferenz über die Gründe gesprochen, die zu den schlechteren Aussichten auf das Gesamtjahr geführt hatten und Besserung versprochen.

Dazu zählten unter anderem Belastungen durch den starken Schweizer Franken, seitdem die Währung vom Euro entkoppelt worden ist. Vor allem aber sorgte eine starke Nachfrage aus der Automobilindustrie für Sonderschichten, zusätzliche Frachten und andere Aufwendungen, die insgesamt die Kostenbasis um rund 4 Millionen Euro erhöht hatte.

Die vorläufigen Zahlen bestätigte der Konzern am Mittwoch mit Vorlage des Zwischenberichts. Im ersten Quartal erreichte der Gewinn vor Zinsen und Steuern trotz gestiegener Einnahmen nur einen Wert von 35,4 Millionen und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 42,1 Millionen Euro. Vor Kaufpreisallokationen erreichte das EBIT 36,7 nach 43,0 Millionen Euro. Der Umsatz stieg dagegen um 14,6 Prozent auf 371,4 Millionen Euro.

Wolf zeigte sich jedoch zuversichtlich, im weiteren Jahresverlauf wieder bessere Ergebnisse liefern zu können. Vor allem im zweiten Halbjahr werde es aufwärts gehen, sagte der CEO damals. Der Auftragseingang stieg denn auch in den ersten drei Monaten um ein Viertel auf 414,0 Millionen Euro.

Den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwartet das Unternehmen im aktuellen Jahr noch bei rund 165 Millionen, nach zuvor 170 bis 180 Millionen Euro.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke