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Fordert ein "neues Miteinander" von Herstellern und Lieferanten: Elringklingers Vorstandsvorsitzender Stefan Wolf (Bild: Elringklinger).

DETTINGEN (Dow Jones/gk). “Zulieferer mit unzureichender Eigenkapitalausstattung bekommen schnell Probleme, dies hat man in der Krise gesehen”, sagte der Elringklinger-Vorstandsvorsitzende Stefan Wolf der “Financial Times Deutschland”. Hersteller und Lieferanten sollten daraus lernen: “Wir müssen zu einem neuen Miteinander kommen, ” sagte Wolf. Der MDax-Konzern aus Dettingen baut Zylinderkopfdichtungen, Hitzeschilde und Kunststoffgehäuse für Autohersteller in der ganzen Welt und gehört laut dem Blatt eher zu den wirtschaftlich gesunden Unternehmen der Branche.

Wolfs offene Worte deuten laut der “FTD” auf neue scharfe Verteilungskämpfe zwischen Zulieferern und Herstellern hin. Traditionell äußerten sich Zulieferer meist nicht über ihre Auftraggeber. Die Hersteller versuchten aber zunehmend, Produktions- und Entwicklungskosten auf die Lieferanten abzuwälzen. Deren Bedeutung werde immer größer. 60% bis 70% der Teile für ein Auto würden inzwischen nicht mehr vom Fahrzeughersteller produziert, sondern von externen Lieferanten.

Die Elringklinger AG schaut sich nach Aussage ihres CEO auch nach Übernahmezielen um. “Wenn sich eine Chance bietet, dann sind wir dafür offen”, sagte Wolf. Optionen gebe es zum Beispiel in Asien, wo ElringKlinger nicht ausreichend vertreten sei. Auch der Kauf von neuen Technologien sei interessant.