Das Ende der Abwrackprämien in zahlreichen europäischen Ländern und die schwierige Wirtschaftslage hat im Mai zu einem Rückgang der Autoverkäufe geführt.

BRÜSSEL (Dow Jones/ks)–Im vergangenen Monat verkauften die Händler in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz mit 1,16 Millionen Neuwagen 8,7% weniger als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Europäischen Autohersteller (ACEA) am Dienstag in Brüssel mitteilte. Damit wurde bereits den zweiten Monat in Folge ein Minus verbucht.

Nach den starken Vormonaten lag das kumulierte Plus von Januar bis Mai noch bei 2,3%, verkauft wurden 6,11 Millionen Fahrzeuge.

Unter den großen westeuropäischen Ländern musste Deutschland im Mai mit einem Minus von 35,1% auf 249.708 Fahrzeuge den größten Rückgang hinnehmen, gefolgt von Italien (minus 13,8% auf 163.700) und Frankreich (minus 11,5% auf 186.268). In Großbritannien (plus 13,5% auf 153.095) und Spanien (plus 44,6% auf 102.873) konnten die Händler hingegen deutliche Zuwächse verbuchen.

Volkswagen verkaufte im Mai europaweit 12,4% weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, Daimler registrierte ein Minus von 4,6% und BMW einen Rückgang um 2,7%.