Peter Terium RWE

Peter Terium: "Der Konzernumbau ist unsere Antwort auf den Umbau der europäischen Energielandschaft." - Bild: RWE

Der Konzern bringt die Bereiche Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb an die Börse. Die Geschäftsfelder sollen in einer neuen Tochtergesellschaft gebündelt werden, von der rund 10 Prozent an die Börse gebracht werden sollen, wie die RWE AG mitteilte. Der Börsengang soll voraussichtlich Ende 2016 erfolgen und mit einer Kapitalerhöhung einhergehen. Es fehlt noch die Zustimmung des Aufsichtsrats, der am 11. September über die Transaktion entscheiden soll.

Zeitgleich mit dem Börsengang oder danach könnten weitere Anteile an der neuen Gesellschaft veräußert werden, so RWE weiter. Der Konzern schaffe sich mit dem Schritt neue Finanzierungs- und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten.

Die RWE AG soll den Plänen zufolge langfristig Mehrheitsaktionär bei der Gesellschaft bleiben und diese voll konsolidieren. Der Mutterkonzern will sich auf konventionelle Stromerzeugung und den Energiehandel konzentrieren.

Die neue Gesellschaft würde auf Basis der für 2015 erwarteten Zahlen einen Umsatz von mehr als 40 Milliarden Euro und ein EBITDA von über 4 Milliarden Euro erzielen. Sie würde rund 40.000 der knapp 60.000 Mitarbeiter des RWE-Konzerns beschäftigen.

Das neue Unternehmen werde als eigenständige internationale Gesellschaft den operativen Geschäftsbetrieb voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 aufnehmen, so RWE. "Das neue Unternehmen wird ein attraktiver Dividendenwert werden und auch die Finanzkraft der RWE AG stärken", sagte CEO Peter Terium.